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LUDWIG SCHÜTZ
Der Hypnotismus
[3/6]
    I. Allgemeines über den Hypnotismus
II. Die Erscheinungen des Hypnotismus
III. Natürlichkeit des Hypnotismus
IV. Verwerflichkeit des Hypnotismus

"Auf geistigem Gebiet sind zwei Kräfte oder Vermögen des Menschen tätig, die Vernunft oder der Verstand und der Wille. Inwieweit und inwiefern dieselben in der Hypnose beeinflußt, d. h. ob sie bis zum gänzlichen Einstellen ihrer Tätigkeit geschwächt, ob sie darin in erheblichem Grad gesteigert, ob sie darin gestört und zu Verwechslungen gebracht werden können, ist, zum Teil jedenfalls, noch nicht genügend erforscht und festgestellt."

"Zum Beweis dafür, daß die Tätigkeit des Bewußtseins in jeder Hypnose fortdauert, führt man die Tatsache an, daß die Hypnotisierten auf die Frage, ob sie sich im Zustand der Hypnose befinden oder nicht, fast regelmäßig die richtige Antwort geben, auch mitunter enthypnotisiert zu werden verlangen, wenn sie sich im Zustand der Hypnose nicht recht behaglich fühlen oder ihnen etwas Unangenehmes suggeriert wird und daß sie gewöhnlich die Fortdauer ihrer Umgebung noch merken, obgleich sie bei oberflächlicher Betrachtung so ganz den Eindruck machen, als ob sie sich vollständig in die suggerierte Situation hineinversetzt hätten."

"Professor Preyer erzählte: Ich hatte ein Erdbeben suggeriert. Der große von mir in tiefe Hypnose versetzte Mann hatte sich aufrecht stehend mit beiden Händen an einem Pult im Hörsaal festzuhalten, was er konsequent tat. Nun befahl ich ihm, sich auf den Boden zu setzen, ohne die Hände frei zu lassen. Er versuchte es mehrmals, konnte aber nicht, weil er die Hände nicht frei ließ. So wurde er zum Bild einer Unschlüssigkeit und Angst, wegen des Erdbebens keinen genügenden Halt zu haben, was ja ohne Überlegung nicht möglich gewesen wäre."

"Da wäre ja die Frage der Erziehung verwahrloster Kinder mit einem Schlag gelöst! Hypnotisiert und durch Eingebung beeinflußt, bis sie sich bessern, oder - verrückt werden. Diese Kehrseite scheint jenen Herrn gar keine Skrupel zu machen."

B. Die hypnotischen Erscheinungen

2. Die hypnotischen Erscheinungen im besonderen

d) auf dem Gebiet der Phantasie

36. Die Phantasie oder Einbildungskraft mit ihrer Tätigkeit ist während der Hypnose die eigentliche Domäne der Suggestion; und kein Wunder, weil die Suggestion ihrer Natur gemäß ja nur an die Phantasie unmittelbar heranreicht. Ihr Objekt hat die Phantasie an den sinnlichen Bildern oder Vorstellungen der Dinge, welche früher durch die Sinne wahrgenommen wurden. Und da  nun  die Vorstellungen früher wahrgenommener Dinge, wenn es möglich sein soll, sie in der einen oder anderen Weise zu erneuern, behalten und aufbewahrt werden müssen und zwar von demselben Vermögen, welches sie erneuert, so versteht es sich ganz von selbst, daß auch das Behalten und Aufbewahren der sinnlichen Vorstellungen Sache der Phantasie ist, obgleich ja ohne Bedenken zugegeben werden darf, daß man sich dieses Behalten und Aufbewahren ebensowenig in Form einer eigentlichen Tätigkeit zu denken hat, wie etwa das Behalten und Aufbewahren eines Siegels, das einem Stück Wachs eingedrückt worden ist. Oftmals freilich, um nicht zu sagen gewöhlich, betrachtet man das Behalten und Aufbewahren der sinnlichen Vorstellungen früher wahrgenommener Dinge als eine Tätigkeit des Gedächnisses. Dabei nimmt man das Wort "Gedächtnis" im engeren und eigentlichen Sinne des Wortes bloß die Erinnerungskraft, d. h. das Vermögen, früher wahrgenommene Dinge in ihren Bildern wieder zu erkennen. Da indessen, wie man sieht, auch zur Erinnerung an früher wahrgenommene Dinge in ihren Bilden wieder zu erkennen. Da indessen, wie man sieht, auch zur Erinnerung an früher wahrgenommene Dinge die Bilder oder Vorstellungen derselben notwendig sind, diese also zum gedachten Zweck ebenfalls behalten und aufbewahrt werden müssen, so bietet sich an, die möglichen Veränderungen, welche im Behalten und Aufbewahren sinnlicher Vorstellungen durch Hypnose und Suggestion vor sich gehen, bei derselben Gelegenheit zu besprechen, wo vom Einfluß der Hypnose und Suggestion auf die eigentliche Gedächtnistätigkeit  ex professo  [ von Berufs wegen, wp] die Rede ist. So wäre nun jetzt nur von denjenigen Veränderungen zu handeln, welche die Suggestion im Zustand der Hypnose am Reproduzieren oder Erneuern der Phantasievorstellungen zustande bringt.

37. Die eigentümlichen Wirkungen, welche die Suggestion in Bezug auf das Erneuern von Phantasievorstellungen eines Hypnotisierten erzeugt, sind  Halluzinationen  oder  Sinnestäuschungen.  Zwar gebraucht man das Wort "Halluzination" zuweilen vermischt mit dem Wort "Jllusion" und versteht dann jenes wie dieses in der allgemeinen Bedeutung von Täuschung oder Irrtum eines sinnlichen Erkenntnisvermögens überhaupt. Wenn man aber die Halluzination der  Jllusion  als etwas davon Verschiedenes gegenüberstellt, wie es hier geschieht, so bezeichnet man mit dem Wort  Halluzination  nur eine Täuschung oder einen Irrtum der Einbildungskraft. Und diese täuscht einen Hypnotisierten insofern, als sie ihm eine Person oder eine Sache anders vorstellt, als er dieselbe im Augenblick sinnlich wahrnimmt und ihn durch die Lebhaftigkeit ihrer Vorstellung veranlaßt, die bloß vorgestellte Person oder Sache für etwas wirklich Wahrgenommenes zu halten. Die Halluzinationen der Hypnose zerfallen in zwei Arten, in  positive  und in  negative Halluzinationen.  Die positiven Halluzinationen bestehen in der vermeintlichen Wahrnehmung eines Dings, welches in Wirklichkeit nicht existiert und die negativen in der vermeintlichen Nichtwahrnehmung eines Dinges, welches tatsächlich vorhanden ist.

38. Halluzinationen, intrahypnotische wie posthypnotische, lehnen sich, wie sich übrigens von vornherein erwarten läßt, an alle Arten der Sinneswahrnehmung an.
    Ich erzeuge (durch Suggestion), so versichert Dr. MOLL, auch ohne jeden äußeren Reiz eine Gehörshalluzination, z. B. die des Klavierspielens. ... Die Behauptung, man habe dem Sujet Niespulver unter die Nase gehalten, erzeugt Niesen. Alle Modalitäten des Tastsinnes, sowohl der Druck- wie der Temperatursinn und die Schmerzempfindung können beeinflußt werden. Hier ist eine Person, der ich die Eingebung mache, sie habe ihre Füße im Eis stecken. Sofort entsteht ein lebhaftes Frostgefühl. Sie zittert, klappert mit den Zähnen, hüllt sich fest in den Rock ein. Selbst Gänsehaut kann eintreten bei Suggestion eines kalten Bades. Jucken usw. wird in gleicher Weise erzeugt. "Morgen um 3 Uhr wird Ihre Stirne jucken", sage ich einem Herrn. Die posthypnotische Suggestion realisiert sich; juckt so stark, daß sich derselbe fortwährend kratzen muss."
Besonders ist es aber das Gebiet des Gesichtssinnes, auf welchem man Halluzinationen bei Hypnotisierten erzeugt hat, obgleich freilich Dr. MOLL meint, daß auf den Gebieten der Tast- und Geschmackswahrnehmungen Halluzinationen leichter zu erzielen seien, als auf den Gebieten der übrigen Sinneswahrnehmungen. Besonders merkwürdige Beispiele von Gesichtshalluzinationen, um der Kürze wegen so zu sagen, sind folgende. Zuerst Beispiele  positiver  Halluzinationen.
    "Ich sagte", erzählt Abbé MERIC, "zu  X,  einer hypnotisierten Person: "Sobald sie erwachen, werden Sie auf dem Stuhl an der Ecke des Seitentisches einen Hanswurst mit zwei Höckern und einem großen Hut sehen." Wie sie aus ihrer Geistesabwesenheit erwacht, bricht sie auf einmal in lautes Gelächter aus. Sie steht auf und lacht, daß ihr die Tränen das Gesicht herabrollen. "Worüber lachen Sie denn?" "Sehen Sie ihn nicht?" und sie fuhr fort, hellauf zu lachen. "Was sehen?" "Dort auf dem Sessel an der Ecke ..." Sie ist ist unfähig, den Satz zu vollenden. Ich wiederhole die Frage und sie zeigt mir den Hanswurst ihrer Phantasievorstellung."

    Und Professor FOREL schreibt: "Ich habe oft folgendes Experiment gemacht. Ich sagte Fräulein Z. in der Hypnose, sie würde nach dem Erwachen zwei Veilchen auf ihrem Schoß finden, beide natürlich und schöne; sie würde mir das schönere geben; ich legte aber  nur ein  wirkliches Veilchen auf ihren Schoß. Nach dem Erwachen sah sie zwei Veilchen; das eine sei heller und schöner, sagte sie und gab mir den Zipfel ihres weißen Taschentuches, das wirkliche Veilchen für sich behaltend. Ich fragte nun, ob sie meine, beide Veilchen seien wirkliche, oder ob eines meiner ihr durch frühere Erfahrung bereits bekannten flüchtigen Geschenke darunter sei. Sie sagte, das hellere Veilchen sei nicht reell, weil es so abgeflacht auf dem Taschentuch aussieht. Ich wiederholte das Experiment mit der Eingebung von drei reellen, gleich dunklen, durchaus nicht abgeflachten, sondern mit Stiel und Blättern fühlbaren und wohlriechenden Veilchen, gab ihr aber nur  ein  wirkliches Veilchen. Dieses Mal wurde Fräulein Z. total getäuscht und konnte mir unmöglich sagen, ob eines der Veilchen oder zwei oder gar alle frei reell oder suggeriert seien; alle drei, meinte sie, seien dieses Mal reell; dabei hielt sie in einer Hand Luft, in der anderen das wirkliche Veilchen."
Daran möge sich nun wenigstens  ein  Beispiel von  negativer  Gesichtshalluzination anschließen.
    BINET, ein Assistenzarzt an der Salpetriere zu Paris berichtet über einen hypnotischen Versuch: "Wir redeten einer hypnotischen Patientin ein, daß sie beim Aufwachen einen der Umstehenden - Herrn  F.  - nicht mehr sehen, wohl aber seine Stimme noch hören werde. Als sie erwachte, stand  F.  vor ihr; sie blickte nie nach ihm. Er streckte seine Hände nach ihr aus; sie machte keine erwidernde Bewegung. Ruhig blieb sie im Armsessel, in dem sie aufwachte, sitzen. Wir saßen an ihrer Seite und warteten auf den weiteren Verlauf. Nach kurzer Zeit äußerte die Patientin ihr Erstaunen,  F.  nicht im Laboratorium zu sehen und fragte, wo er geblieben sei. Wir erwiderten, daß er ausgegangen sei und fügten bei, sie selbst möge nunmehr in ihr Zimmer zurückkehren.  F.  stellte sich an der Tür auf. Die Patientin erhob sich und näherte sich der Tür. Als sie ihre Hände nach dem Griff ausstreckte, stieß sie gegen  F.  der unerwartete Widerstand machte sie stutzig. Sie versuchte zu passieren, aber da sie demselben unüberwindlichen und unerklärlichen Widerstand begegnete, wurde sie furchtsam und weigerte sich, wieder zu der Tür zu gehen. Wir nahmen dann einen Hut, der auf dem Tisch lag und zeigten ihn der Patientin, so daß sie ihn genau sehen konnte. Sie berührte ihn mit ihren Händen, um sich zu vergewissern, daß es Wirklichkeit sei. Wir setzten ihn dem Herrn  F.  auf den Kopf. Die Patientin schien zu meinen, daß er in der Luft schwebt; ihr Erstaunen war sehr große und erreichte den Höhepunkt, als  F.  den Hut abnahm und sie mit demselben mehrere Mal nacheinander grüßte. Sie konnte sehen, wie der Hut in der Luft eine Kurve beschrieb und sagte, es müsse das wohl durch einen Mechanismus bewerkstelligt werden. Indem sie voraussetzte, der Hut sei an einem Faden aufgehängt worden, stieg sie auf einen Stahl und versuchte, den Faden zu finden."

c) auf dem Gebiet des Gedächtnisses

39. Das Gedächtnis im engeren und eigentlichen Sinn des Wortes oder die Erinnerungskraft kann während der Hypnose, ähnlich wie die Sinne, eine dreifache Veränderung erleiden, so sollte man wenigstens von vornherein meinen, nämlich eine Schwächung seiner Tätigkeit, vielleicht eine solche bis zum gänzlichen Stillstand derselben  (Amnesie),  eine außerordentliche Steigerung  (Hypermnesie)  und eine Erinnerungstäuschung  (Paramnesie).  Es fragt sich also, was die Beobachtung und Erfahrung darüber lehrt. Da ist es dann Tatsache, daß in der Hypnose zuweilen eine außerordentliche  Steigerung  der Gedächtnistätigkeit vorkommt.
    Einzelne hypnotisierte Personen z. B. vermochten sich an längst erlebte oder erlernte und anscheinend längst vergessene Dinge mit großer Leichtigkeit und Treue zu erinnern, hatten sie also doch auch im Gedächnis behalten. So redete z. B. ein englischer Offizier, welcher hypnotisiert worden war, auf einmal zum größten Erstaunen aller Anwesenden die wallisische Sprache, welche er, wie sich nachher herausstellte, als Kind gelernt, aber längst wieder vergessen hatte; und ein ganz ungebildetes Mädchen sagte in der Hypnose plötzlich griechische und hebräische Verse her, die es viele Jahre vorher von einem Geistlichen, als es in dessen Diensten stand, öfters gehört, danach aber vergessen hatte. - Ferner weisen folgende Tatsachen auch auf eine sehr große Leichtigkeit, während der Hypnose dem Gedächtnis etwas einzuprägen und es daraus herzusagen, also wiederum auf eine ungewöhnliche Gedächtnissteigerung hin. Auf der bereits erwähnten Danziger Naturforscherversammlung erzählte Dr. HIRSCHBORN aus Petersburg, er habe bei Professor BERGER in Breslau einen Hypnotischen gesehen, der ihm die schwierigsten russischen Lautverbindungen nachgesprochen hat, während er sie im gewöhlichen Wachzustand durchaus nicht nachsprechen konnte. Und Professor BÜHLMANN aus Chemnitz schreibt: "Ich habe oft Leute, welche bei klarem Bewußtsein nicht imstande waren, auch nur zwei Worte in der ihnen fremden Sprache ohne Verwechslungen und Inkorrektheiten zu wiederholen, länge Sätze in englischer, griechischer und polnischer Sprache ohne Anstoß laut, deutlich und korrekt nachsprechen hören."
40. Anders verhält es sich mit der hypnotischen  Schwächung  des Gedächtnisses. Zwar geht aus einzelnen Versuchen, welche man angestellt hat, unzweifelhaft hervor, daß überhaupt eine Schwächung des Gedächtnisses in der Hypnose, zumal im tiefen Stadium derselben, möglich ist. Ob aber auch eine Amnesie, d. h. ein vollständiges Vergessen während der Hypnose mit Bezug auf alles, was im vorausgegangenen Wachleben geschehen war und nach Aufhebung der Hypnose in Bezug auf dasjenige, was während derselben stattfand, ist nichts weniger als über allem Zweifel erhaben. Das erkennt man sofort, wenn man dasjenige näher ansieht, was zum Beweis für die Möglichkeit einer vollständigen hypnotischen Amnesie beigebracht wird. Hierbei handelt es ich freilich nur um Amnesie in einer tiefen Hypnose. Denn was die leichtere Hypnose betrifft, so erinnert sich die Versuchsperson während derselben an alles dasjenige, was ihr vorher begegnet war und erinnert sich nach der Hypnose ebenso auch an dasjenige, was während derselben mit ihr vorging. Da sagt man denn, nach Aufhebung einer tiefen Hypnose bestände nach dem Zeugnis der Erfahrung bei der Versuchsperson für alles, was sie während derselben getan habe oder was mit ihr geschehen sei, eine vollständige Amnesie und zwar in dem Grade, daß sie auch durch keines der Mittel, durch welche man sonst wohl die Erinnerung zu wecken vermag, gehoben werden könne. Die Person gerät daher in förmliches Erstaunen, wenn man ihr sagt, daß sie während der Hypnose umhergegangen sei oder gesprochen hat. Hingegen erinnere sich eine derartige Person in der Hypnose nicht selten genau an alles dasjenige, was ihr während einer vorangegangenen Hypnose vorgemacht worden und mit ihr geschehen ist, was sie gesagt und was sie getan habe. Daraus geht hervor, daß der Mensch eigentlich ein  doppeltes Gedächnis  hat, ein normales oder gewöhnliches, welches die aufeinander folgenden Wachzustände mit all ihren Ereignissen beherrscht und verbindet und ein abnormales oder außergewöhnliches, zu welchem die Vorkommnisse der einzelnen hypnotischen Zustände eines Menschen als Objekt gehören. Andere sprechen sogar, indem sie Gedächnis und Bewußtsein miteinander verwechseln, von einem  doppelten  oder  gespaltenen  oder  multiplen Bewußtsein.  Nun soll es ganz gewiß nicht in Abrede gestellt werden, daß es oft sehr schwer ist, bei einer Person die Amnesie für dasjenige, was sie in der Hypnose erlebt hat, auf irgendeine Weise, etwa mittels Benützung der Ideenassoziation, aufzuheben und daß daher den meisten, welche Erinnerungsversuche angestellt haben, die Beseitigung der Amnesie unmöglich war. Gewandten Operateuren aber, welche alle Umstände und Verhältnisse, in denen sich ein Hypnotisierter während der Hypnose befand, auszunützen verstehen, ist die Beseitigung einer Amnesie, die sich nach Aufhebung der Hypnose bei einem solchen einstellte, noch regelmäßig geglückt, so daß Professor BERNHEIM ganz allgemein erklärt: "Der Versuch, das im (hypnotischen) Schlaf Geschehene, nachher im Wachen Vergessene wieder ins Gedächtnis zurückzurufen, auch durch bloßen Befehl, gelingt immer." Ist es aber möglich, die nach einer Hypnose eingetretene Amnesie einer Versuchsperspn zu beseitigen, so war bei ihr eine vollständige Amnesie gar nicht vorhanden. Das während der Hypnose Erlebte war und blieb ihrem Gedächtnis eingeprägt, sonst könnte die Erinnerung daran ja überhaupt nicht mehr geweckt werden; die Erinnerung ist nur, um mit Professor BERNHEIM zu reden, latent geworden. Daher kommt es auch, daß sie in einer folgenden Hypnose, in welcher die eingegebenen Vorstellungen mit den früheren entweder identisch oder sehr ähnlich sind, von selbst erwacht, gleichwie ja auch im Wachzustand längst vergessene Dinge ebenfalls nicht selten von selbst ins Gedächtnis zurückkehren, wenn sie mit den Dingen, die gerade im Augenblick wahrgenommen werden, vielerlei Punkte gemeinsam haben.

41. Was sodann die hypnotischen  Erinnerungstäuschungen  betrifft - auch  retroaktive Halluzinationen  genannt und zwar Halluzinationen, weil sie sich an Bilder oder Vorstellungen der Phantasie anlehen und durch ihre Vermittlung zustande kommen und retroaktive, weil sie durch einen Akt, nämlich durch die Tätigkeit der Suggestion zustande gebracht werden und nach rückwärts, d. h. in die Vergangenheit weisen, - so kommen sie während und nach der Hypnose tatsächlich vor. Ihrer gibt es aber zwei verschiedene Arten,  positive  und  negative Erinnerungstäuschungen,  von denen die ersteren in der eingegeben Erinnerung an etwas nie Erlebtes und die letzteren in der eingegebenen Nichterinnerung an etwas wirklich Erlebtes besteht. Ein Beispiel von  ersterer  Art ist folgendes:
    "Einem Herrn, der bei mir ist, " so erzählt Dr. MOLL, "sage ich in der Hypnose: "Sie wissen doch genau, daß wir vorhin Wein getrunken haben und daß wir hier gemeinsam ein Abendbrot, bestehend aus Gänsebraten, verzehrten." Auf die bejahende Antwort sagte ich ihm, daß er sich nach dem Erwachen genau daran erinnern würde. Er erwacht, gibt alles ganz genau an, was er mit mir erlebt hat und behauptet, daß sein Magen furchtbar voll ist und der Kopf vom Wein sehr schwer sei; er glaubt sogar, vom vielen Wein etwas berauscht zu sein."
Und Beispiele einer  negativen  Erinnerungstäuschung liefert Professor FOREL, indem er erzählt:
    "Ich sage zu jemand: "Sie werden alles, was ich Ihnen im Schlaf gesagt habe, vergessen und sich einzig und allein daran erinnern, daß Sie ein Kätzchen auf dem Schoß hatten und es streichelten." Nach dem Erwachen hat der Hypnotisierte bis auf die Kätzchenepisoder alles vergessen." - Einem Fräulein, das gut französisch sprach, sagte Kollege FRANK: "Sie können kein Wort französisch mehr, bis ich es Ihnen wieder eingebe." Und die Arme konnte sich der französischen Sprache so lange nicht mehr bedienen, bis ihr diese Suggestion weggenommen wurde."

f) auf geistigem Gebiet

42. Auf geistigem Gebiet sind zwei Kräfte oder Vermögen des Menschen tätig, die Vernunft oder der Verstand und der Wille. Inwieweit und inwiefern dieselben in der Hypnose beeinflußt, d. h. ob sie bis zum gänzlichen Einstellen ihrer Tätigkeit geschwächt, ob sie darin in erheblichem Grad gesteigert, ob sie darin gestört und zu Verwechslungen gebracht werden können, ist, wenigstens zum Teil, noch nicht genügend erforscht und festgestellt. Das Resultat der bisherigen Beobachtung und Erfahrung ist folgendes.

43. Um mit der  Vernunft  anzufangen, so scheint es sicher zu sein, daß sie während der Hypnose niemals bis zum gänzlichen Einstellen ihrer Tätigkeiten gebracht werden kann. Es bleibt auch in der Hypnose ganz unvermindert und ungeschwächt die Tätigkeit des Bewußtseins.
    Professor BERNHEIM z. B. erklärt ausdrücklich: "Die (lethargische) Person ist während jeder Periode, jeder Abstufung der Hypnose bei Bewußtsein; sie hört, was ich ihr sage, ihre Aufmerksamkeit kann auf alle Gegenstände der Außenwelt gerichtet werden. Es gibt keine hypnotische Bewußtlosigkeit, kein hypnotisches Koma." - Und Dr. MOLL stimmt ihm bei, wenn er sagt: "Alle bisher erörterten Erscheinungen dürften wohl das eine bereits gezeigt haben, daß von Bewußtlosigkeit in der Hypnose nicht die Rede sein kann."
Zum Beweis dafür, daß die Tätigkeit des Bewußtseins in jeder Hypnose und in jedem Stadium derselben fortdauert, führt man die Tatsachen an, daß die Hypnotisierten auf die Frage, ob sie sich im Zustand der Hypnose befinden oder nicht, fast regelmäßig die richtige Antwort geben, auch mitunter enthypnotisiert zu werden verlangen, wenn sie sich im Zustand der Hypnose nicht recht behaglich fühlen oder ihnen etwas Unangenehmes suggeriert wird und daß sie gewöhnlich die Fortdauer ihrer Umgebung noch merken, obgleich sie bei oberflächlicher Betrachtung so ganz den Eindruck machen, als ob sie sich vollständig in die suggerierte Situation hineinversetzt hätten. Und mit Recht. Denn diese Tatsachen wären nicht erklärlich, ja sie wären gar nicht möglich, wenn das Bewußtsein während der Hypnose nicht immer fortdauerte. Freilich erfolgt auf Fragen und Befehle zuweilen keinerlei Reaktion von seiten der Hypnotisierten; aber selbst dann noch muß Aufmerksamkeit und Bewußtsein bei ihnen vorhanden sein, sonst ließe sich nicht begreifen, daß sie, sobald man es ihnen befiehlt, sofort erwachen und daß sie Handlungen, welche man ihnen eingegeben hat, nach aufgehobener Hypnose ganz vorschriftsmäßig vollziehen. Ebenso scheint auch die Tätigkeit der Überlegung in der Hypnose zu bleiben.
    "Ich habe mich", so erzählt Professor PREYER, "an einem gesunden Mann davon überzeugt, daß ein Konflikt zwischen zwei anbefohlenen Bewegungen, die nicht zusammen stattfinden können, zu einem eigentümlichen Mittelding führte. Ich hatte ein Erdbeben suggeriert. Der große von mir in tiefe Hypnose versetzte Mann hatte sich aufrecht stehend mit beiden Händen an einem Pult im Hörsaal festzuhalten, was er konsequent tat. Nun befahl ich ihm, sich auf den Boden zu setzen, ohne die Hände frei zu lassen. Er versuchte es mehrmals, konnte aber nicht, weil er die Hände nicht frei ließ. So wurde er zum Bild einer Unschlüssigkeit und Angst, "wegen des Erdbebens keinen genügenden Halt zu haben", was ja ohne Überlegung nicht möglich gewesen wäre."
Noch deutlicher geht das Vorhandensein einer Überlegung aus folgenden Tatsachen hervor:
    "Hier ist", so erzählt Dr. MOLL, "ein Herr, der an einem starken Bronchialkatarrh leidet. Ich sage ihm in der Hypnose, er solle irgendeine (beliebige) Handlung ausführen, die seiner Gesundheit zuträglich sei. Sofort steht er auf, geht zu einer Schachtel mit Katechn, um sich einiges herauszunehmen. Einem anderen Hypnotischen sage ich, während wir abends im Zimmer zusammensitzen, er solle eine recht törichte Handlung nach dem Erwachen ausführen. Er erwacht und pustet die Lampe aus."
Aber man will festgestellt haben, daß während der Hypnose zuweilen eine Steigerung der Verstandestätigkeiten eintritt.
    So erzählt Professor OBERSTEINER: "Es ist beobachtet worden, daß schwierige geistige Operationen, z. B. Lösung einer komplizierten mathematischen Aufgabe in der Hypnose rascher und besser ausgeführt wurden, als im wachen Zustand." und wie Professor FINLAY versichert, liegen Berichte vor, nach denen hypnotisierte Personen "in ihrem wundersamen Schlaf Verse von beachtenswerter Schönheit schrieben oder geometrische Probleme lösten, für die sie im wachen Zustand keinen Schlüssel fanden."
44. Jedenfalls ist es ausgemacht, daß sich die Vernunft eines Hypnotisierten durch Suggestion auf die mannigfachsten Weise in die Irre führen läßt.
    "Ich kann", so versicher Professor FOREL, "einem Hypnotisierten jeden beliebigen Gedanken, alle beliebigen Einfälle eingeben. Ich kann ihm vor allem jede Überzeugung geben, z. B. diejenige, daß er den Wein nicht mehr möge, daß er diesem oder jenem Verein beitreten solle, daß er das oder jenes mag, das er früher nicht tat."
In allen derartigen Fällen tritt mehr oder weniger eine Bewußtseinsstörung, von welcher schon früher die Rede war, zutage; ohne eine solche wären sie gar nicht möglich. Am vollkommensten ist aber die Störung des Selbstbewußtseins, wenn ein Hypnotisierter infolge einer Suggestion sich und seine Person für etwas anderes hält, als er tatsächlich ist. Diese Wirkung der Suggestion ist die sogenannte  Transformation  oder  Transmutation, d. i. die Verwandlung  oder  Veränderung der Persönlichkeit. 
    "Der Operateur", schreibt Professor FINLAY, "kann seinen Patienten jeden beliebigen Charakter, jede Rolle annehmen lassen. Sagt er zum Schlafenden, er sei ein Kind, so fängt er an zu spielen, wie Kinder spielen, - er sei ein Mädchen, so beginnt er zu nähen, - er sei ein Priester, so verrichtet er einige priesterliche Funktionen, - er sei ein alter Mann, so verlangt er nach einem Stock zur Stütze seines Ganges, - er sei ein General, so richtet er sich auf und gibt Kommandos, - er sei ein Hund, so kommt er auf allen Vieren herangekrochen und bellt."
Wie man aus diesen Worten ersieht, kann die Verwandlung der Persönlichkeit auf zweifache Weise bei einem Hypnotisierten vor sich gehen, entweder so, daß er duch Suggestion mit seiner Persönlichkeit nur in den Zustand des früheren oder späteren Alters seines eigenen Lebens oder aber in eine andere Persönlichkeit, bzw. in ein ganz anderes Lebewesen umgewandelt wird. Einige eklatante Beispiele von ersterer Art der Verwandlung sind folgende:
    "Hier ist", so erzählt Dr. MOLL, "ein Mann, der im französischen Krieg bei St. Privat gekämpft hat. Ich mache jetzt den 44-jährigen Herrn durch Suggestion 19 Jahre jünger und versetze ihn in die Schlacht. Sofort richtet er sich auf, erteilt militärische Kommandos, befiehlt den Geschützmannschaften, Feuer zu geben. Auf meine Frage, ob er einen Dr. MOLL kenne, antwortet er: "Nein, mein Arzt heißt D., ich kenne Dr. MOLL nicht." Alle Ereignisse, die nach jenem Tag vorgefallen sind, sind ihm jetzt durchaus unbekannt; von seinem Rheumatismus, dessentwegen er in meiner Behandlung ist, hat er keine Ahnung; er erklärt sich für ganz gesund. Auf meine Frage, wer ich sei, erhalte ich nur die Antwort, er wisse es nicht. Interessant ist es, daß er auf keine Weise zum Zurückgehen zu bewegen war, ich versuchte es, ihn nur einige Schritte zurücktreten zu lassen, bekomme aber die Antwort: "Ohne Kommando gehe ich nicht einen Schritt zurück." Ich lasse durch Suggestion den Feind immer näher kommen, zum Zurückgehen ist aber der Herr durch nichts zu bewegen. Sobald ich ihn immer mehr auf mich hinweise, ihm sage, er müsse wissen, wer ich sei, da ist plötzlich die ganze Situation verändert. Er erkennt mich, findet sich in seinem richtigen Alter, hat aber von dem, was eben vorgefallen ist, keine Ahnung." - Eine Dame von 34 Jahren verlangt, von mir, in das Alter von acht Jahren zurückversetzt", fährt Dr. MOLL weiter fort, "ihre Puppe und spricht dabei mit kindlicher Stimme und weint, als sie glaubt, daß ich ihr die Puppe wegnehmen will und ruft nach der Mama."

    Und Professor KRAFFT-EBING berichet über seine Versuchsperson: "Sie wird in ein 7-jähriges Schulmädchen verwandelt, muß Prüfung ablegen. Sie schreibt  dictando  ihren Namen: "ich heiße jlma" (die Schriftzüge sind dabei angegeben) schülerhaft, mühsam, langsam, unorthographisch. Man suggeriert ihr, sie sei jetzt erwachsen und solle zugunsten ihres früheren Arztes in Pest testieren. Sie schreibt  dictando  ein legales Testament. Man diktiert ihr neuerlich ihren Namen. Sie schreibt nun (mit ganz anderen Schriftzügen, welche ebenfalls angegeben sind und orthographisch exakt): Ich heiße Jlma Chandor. Sie schreibt leicht und fließend, was man will, unter anderem einen Schuldschein über 500 Gulden."
Ganz merkwürdige Beispiele von suggerierter Verwandlung einer hypnotisierten Person in eine ganz andere sind folgende:
    Dr. MOLL erzählt: "Ein Herr  X,  dem ich sage, er sei Dr. Moll und ich sei  X,  bittet mich, Platz zu nehmen, damit er mich hypnotisieren könne. Er hypnotisiert mich auch, bzw. mach die nötigen Manipulationen genau so, wie ich stets bei ihm und vergißt auch nicht, mir einige angenehme Suggestionen zu geben."

    Professor KRAFFT-EBING erzählt in seinem Bericht über eine Reihe von Versuchen an seiner Versuchsperson: "Nun suggeriert ihr der Vortragende, sie sei gar kein Mädchen, sondern ein Mann, sei zu den Soldaten gekommen und müsse exerzieren. Die Patientin richtet und streckt sich wie ein Soldat, bedient sich eines dargereichten Regenschirms als Gewehr, marktiert Wache stehen, präsentiert auf den Ruf: "Ein Offizier", schlägt an und schießt auf den Ruf: "Der Fein, der Feind", trinkt ein Glas Wasser in langen Zügen bis auf den Grund als ungarischen Wein aus, rauch eine Zahnbürste als Zigarre usw."

    Prof. BERNHEIM schreibt von einer 40-jährigen Frau: "Heute hypnotisierte ich sie zum zweiten Mal; ich sage ihr bloß, daß sie schlafen wird, ohne sie nur anzusehen oder zu berühren. Sie schläft augenblicklich ein. Ich sage ihr: "Jetzt sind Sie ein junger Mann, ein Geck, ein Taugenichts". Sofort ändert sie ihr Wesen, nimmt das Benehmen eines jungen Mannes an, sie macht eine Bewegung, als ob sie sich eine Zigarette anzünden würde, wiegt sich im Gehen, begegnet einem jungen Mädchen und sagt ihm scherzhaft-prahlerisch Schmeicheleien und das alles vollbringt sie mit vollkommener Natürlichkeit."

    Und dem sei schließlich von Dr. MOLL noch hinzugefügt: "Auf diese Weise kann man Hypnotische auch in Tiere verwandeln; als Hunde bellen sie, als Frösche quaken sie. Selbst in tote Gegenstände kann man sie durch Suggestion umformen, in Öfen, Stühle, Tische. Als Stuhl nimmt  X  eine kauernde Stellung ein, indem er sich auf beiden Beinen hält; auf die Bemerkung, daß ein Stuhlbein zerbrochen sei, senkt  X  das eine Knie zu Boden und hält sich nur auf einem Bein. Als Teppich legt  X  sich bewegungslos auf die Erde. Man kann noch weiter gehen mit derartigen Suggestionsversuchen. "Sie sind aus Glas", sage ich einem Hypnotischen; er bleibt ganz ruhig stehen. Einem anderen sage ich, er sei aus Marmor; sofort bleibt er starr stehen und kann auch passiv nicht bewegt werden. Sobald er jedoch glaubt, aus Wachs zu sein, läßt er sich formen und alle möglichen Stellungen geben."
45. Was sodann den  Willen  mit seiner Betätigung betrifft, so behaupten manche und wie es scheint, mit Recht, daß dieselbe in der Hypnose durch Suggestion  gesteigert,  unter Umständen sogar bedeutend gesteigert werden könne. Zu ihnen gehören vornehmlich diejenigen, welche durch den Hinweis auf die bereits erzielten Erfolge Propaganda dafür zu machen suchen, daß der Hypnotismus unter die Zahl der moralischen Erziehungs- und Besserungsmittel aufgenommen werde.
    Zu diesem Zweck erzählt z. B. EDGAR BÉRILLON, ein Arzt aus Paris, im Jahrgang 1889 seiner  Revue de l'hypnotisme:  "Man hatte ein Kind in die Klinik des Dr. LIÉBEAULT gebracht, das an nervösen Affektionen litt, aber sich nicht hypnotisieren lassen wollte. Da erbot sich ein Bruder des Kranken, ein kleines, kräftiges und gesundes Kerlchen, freiwillig, sich hypnotisieren zu lassen, um zu zeigen, daß er keine Furcht hat. Während er schlief, erzählte die Mutter dem Arzt, daß ihr Sohn immer der letzte in der Klasse sei, weil er sich hartnäckig weigerte, zu arbeiten. Man benutzte nun den Schlaf, um ihm zu suggerieren, daß er mehr Fleiß auf seine Studien verwenden und mit Eifer arbeiten solle. Der Erfolg war ein vollständiger; innerhalb von sechs Wochen war er ein Muster an Fleiß und Ausdauer und wurde zweimal der Erste in seiner Klasse. Und noch viele andere Unarten und üble Angewohnheiten bei Kindern will BÉRILLON durch hypnotische Suggestion mit Erfolg bekämpft haben. Die nämlichen Erfolge bei Kindern haben auch andere, wie sie wenigstens versichern, durch hypnotische Behandlung derselben erzielt, z. B. Professor WETTERSTRAND.
Ja, sie behaupten, daß sie diese Behandlung bei Erwachsenen sogar zur Bekämpfung des chronischen Alkoholismus, Morphinismus, Chloralismus und Nikotinismus zu wiederholten Malen mit glücklichem Erfolg angewendet hätten. Freilich scheint es, als ob keine der angeblichen Heilungen stand gehalten habe.
    So bemerkt z. B. ZIEGLER, was die moralische Besserung der Kinder durch hypnotische Behandlung betrifft: "Da wäre ja die Frage der Erziehung verwahrloster Kinder mit einem Schlag gelöst! Hypnotisiert und durch Eingebung beeinflußt, bis sie sich bessern, oder - verrückt werden. Diese Kehrseite scheint jenen Herrn gar keine Skrupel zu machen. Übrigens war jener fauler Bursche schlauer, als seine Erzieher; denn als er merkte, woher der Wind weht, wiedersetzte er sich standhaft jeder weiteren Hypnotisierung und bewahrte so sein Nervensystem vor größeren Schädigungen."

    Und betreffs der hypnotischen Heilung mancher Alkoholisten und ähnlicher Kranken schreibt Professor SCHULTZE: "Es ist besonders wieder Professor FOREL, welcher behauptet, eine Anzahl solcher Kranken geheilt zu haben. Indessen ist der Zeitraum, während dessen FOREL überhaupt den Hypnotismus zu Heilzwecken angewendet hat, noch keineswegs ein hinreichend langer, um beurteilen zu können, ob seine Trinker nicht doch wieder rückfällig geworden sind, wie das leider gewöhnlich auch bei der Anwendung der verschiedensten sonstigen Entwöhnungskuren der Fall ist. Zufällig weiß ich außerdem persönlich, daß in Wirklichkeit ein Teil der FORELschen Kranken bereits wieder in dieselbe Gewohnheit zurückgesunken ist."
Allein zugegeben, daß die Anwendung des Hypnotismus und der damit verbundenen Suggestion zur moralischen Bekämpfung gewisser Fehler und Krankheiten keine dauernden Erfolge aufzuweisen hatte, und daß mit den zustande gebrachten Heilungen auch Nachteile, zuweilen sogar sehr große, verbunden waren, so beweisen die erzielten Heilerfolge doch soviel zur genüge, daß der Mensch im Zustand der Hypnose durch Suggestion zu größerer Selbstbeherrschung und Selbstüberwindung gebracht, seine Willenskraft also für eine längere oder kürzere Zeit gestärkt werden kann und darauf kommt es ja in diesem Fall ganz allein an.

46. Ebenso wie es nun einerseits anzugehen scheint, die Tätigkeit des Willens in der Hypnose durch Suggestion, wenigstens für eine Zeit lang, zu stärken und zu steigern, so scheint es auf der anderen Seite möglich zu sein, sie während der Hypnose durch Suggestion vollständig zu  sistieren  [auszusetzen, wp] Dr. MOLL freilich, der Hauptvertreter der gegenteiligen Ansicht, erklärt: "Es ist ein großer Irrtum, zu glauben, daß der hypnotisierte ein willenloser Automat sei, den der Experimentator nur in Bewegung zu setzen braucht. Im Gegenteil, der eigene Wille der Person äußert sich in mannigfaltigster Weise ... er ist zwar stets herabgesetzt, andererseits aber nicht ausgeschaltet." Zum Beweis für die Richtigkeit seiner Ansicht beruft er sich auf die Tatsache, daß der Hypnotische jeder Suggestion, welche ihm aus irgendeinem Grund nicht behagte, stets einen Widerstand entgegensetzte und zwar einen umso größeren Widerstand, je mehr die suggerierte Handlung seinem Charakter oder seinem sittlichen Gefühl oder seinen bisherigen Anschauungen und Gewohnheiten widerspreche. Nun ist aber diese Tatsache nur bis zu einem gewissen Punkt durch die Erfahrung beglaubigt, bis zu dem Punkt nämlich, wo ein gewandter Hypnotiseur sich daran begibt, den entgegengesetzten Widerstand des Hypnotisierten zu brechen; von da an bezeugt die Beobachtung und Erfahrung das kontradiktorische Gegenteil der besagten Tatsache. Dr. MOLL muß selbst einräumen, daß der Hypnotiseur, wenn er es geschickt anlegt, imstande ist, schließlich jeden Widerstand eines Hypnotisierten zu überwinden; ja, er gibt sogar verschiedene Mittel an, bei deren Anwendung es nicht bloß anderen, sondern sogar ihm selbst schließlich gelungen sei, die Überwindung eines solchen Widerstandes zu bewerkstelligen, nämlich entweder öftere Wiederholung derselben Suggestion oder aufeinanderfolgende Suggerierung der einzelnen Bewegungen, aus denen das Ganze einer eingegebenen Handlung besteht oder Anlehnung einer Suggestion an eine sich wiederholende äußere Wahrnehmung, durch welche die Suggestion immer wieder in Erinnerung gebracht und verstärkt wird oder Suggerierung einer falschen Prämisse, aufgrund deren eine eingegebene Handlung leichter vollzogen wird. Unter solchen Umständen unterliegt es daher gar keinem Zweifel, daß wenigstens die freie Willenstätigkeit in der Hypnose ganz aufgehoben werden kann, wie das dann auch die meisten Fachleute lehren. Damit soll nun freilich nicht gesagt sein, daß die  ganze  Betätigung des Willens während der Hypnose inhibiert [unterbunden, wp] werden kann; im Gegenteil, die  spontane  Betätigung derselben dauert auch im hypnotischen Zustand immer fort und sie kann fortdauern, weil in diesem Zustand ja auch das Bewußtsein, die Vorbedingung für die Willensbetätigung, nicht unterbrochen wird. Was also ein Mensch im Wachzustand mit freiem Willen getan hat, kann er auch im nachfolgenden Zustand der Hypnose verrichten, nur tut er es dann nicht mehr mit Freiheit, sondern spontan und instinktiv, gewissermaßen mit Notwendigkeit, so daß seine früheren Handlungen den Charakter von gewöhnlichen  Triebhandlungen  annehmen, wie man sie etwa bei einem Kind beobachtet, das noch nicht zum Selbstbewußtsein erwacht ist. Der Hypnotisierte tut jedoch nur dasjenige, was ihm eingegeben oder befohlen wird und zwar entweder von demjenigen, welcher ihn ihn Hypnose versetzte oder von demjenigen, dem er während seiner Hypnose vom Hypnotiseur förmlich und ausdrücklich überwiesen wurde. Ihnen gehorcht aber der Hypnotische auch in allem, namentlich ersterem. Diesem ist er, wie man sagt, mehr oder weniger auf Gnade oder Ungnade ausgeliefert, in seiner Hand ist er eine willenlose Puppe, ein willenloses Werkzeug, ein Spielball geworden. Diese merkwürdige Beziehung zwischen Hypnotisiertem und Hypnotiseur, derzufolge ersterer nur auf die Eingebungen und Befehle des letzteren oder seines Stellvertreters reagiert, nennt man  Rapport.  Im übrigen soll nicht verschwiegen werden, daß Professor BERNHEIM und andere Hypnotisten den ausschließlichen Rapport zwischen Hypnotiseur und Hypnotisiertem nicht immer beobachtet haben wollen.

47. Die Triebhandlungen, welche man bei Hypnotisierten durch Suggestion erzielt, werden auch  Zwangs-  oder  Befehlshandlungen  genannt. Sie sind von zweierlei Art, teils intra- teils posthypnotisch, je nachdem sie während der Hypnose, inder sie eingegeben wurden oder nach Aufhebung derselben, wenigstens ihrer Ganzheit nach, verrichtet werden. Die posthypnotischen Befehlshandlungen, welche zu den merkwürdigsten Erscheinungen des Hypnotismus gehören, heißen auch, wie schon früher gesagt wurde,  Termineingebungen,  weil nämlich ihre Ausführung für den Eintritt eines bestimmten Zeittermins eingegeben wird; und wenn der Termin auf eine verhältnismäßig lange Zeit nach aufgehobener Hypnose, verlegt wird, so nennt man die Suggestion der eingegebenen Handlung wie auch die eingegebene Handlung selbst  Suggestion auf lange Sicht  oder  auf längere Verfallszeit.  Die Größe des Zeitraums zwischen der Eingebung und der Ausführung einer Handlung hängt von verschiedenen Umständen ab; in erster Linie von der Suggestibilität der Versuchsperson, sodann zweitens von der Art und Weise, wie der Hypnotiseur bei seinen Suggestionen operiert und die rechtzeitige Erinnerung an dieselben durch geschickte Benützung der Ideenassoziationsgesetze und ihres spontanen Waltens auf seiten der Versuchsperson zu wecken weiß. Tatsächlich hat der besagte Zeitraum schon viele Tage, Wochen, Monate, ja schon ein ganzes Jahr gedauert.

48.  Intrahypnotische Befehlshandlungen  sind z. B. folgende:
    "Es soll jemand", so erzählt Dr. Moll, "zum Diebstahl einer Uhr veranlaßt werden; er weigert sich. Als ihm aber dargestellt wird, daß es seine eigene Uhr sei, die er sich nur wiedernehmen soll, führt er den Befehl sofort aus. Oder man sagt, daß die Gesetze geändert sind und daß es nicht mehr strafbar sei usw."

    Und Professor FOREL berichtet: "Bei einer ihrem Abstinenzgelübde untreu gewordenen Alkoholistin habe ich durch Suggestion und ohne ihr im Wachzustand ein Wort zu sagen, tiefe Gewissensbisse, Reue, offenes (spontanes) Gestaändnis an den Präsidenten des Mäßigungsvereins und Erneuerung ihres Abstinenzgelübdes erzielt. Der Erfolg war ganz eklatant und schloß sich unmittelbar an einmalige Hypnose, während vorher von alledem nichts zu merken war."
Beispiele  posthypnotischer Befehlshandlungen  sind folgende:
    "Hier ist ein Kollege von mir, ein Arzt," schreibt Dr. MOLL, "derselbe befindet sich in Hypnose. Ich suggeriere ihm mit Erfolg zahlreiche Bewegungsstörungen; Sinnestäuschungen gelingen nicht. Ich erkläre ihm, daß er nach dem Erwachen, so oft ich meine Hand auf seine Stirn lege, seinen Namen nicht würde sprechen können und daß er statt seines Names immer den meinigen nennen würde. Meine Eingebung realisiert sich durchaus. Aus der Hypnose erwacht, gibt der Herr, so oft ich meine Hand auf seine Stirn lege, an, er heiße Moll, er weiß auch seinen richtigen Namen, kann ihn aber nicht aussprechen. Er erinnert sich ganz genau an meinen diesbezüglichen Befehl, er glaubt auch an keine übernatürlichen Kräfte, er weiß, daß es sich nur um einen psychischen Effekt handelt, dem er sich nicht entziehen kann."

    An einer anderen Stelle schreibt derselbe: "Ich sage einem Hypnotisierten: "Wenn Sie heute in acht Tagen zu mir kommen werden, werden Sie nach dem Eintritt in mein Zimmer nicht sprechen können." Er kommt nach einer Woche zu mir, tritt ein, ist vollkommen wach; ich frage ihn nach seinem Namen, er kann aber weder diesen noch sonst etwas anderes sprechen."

    Und wiederum berichtet Dr. MOLL: "Hier ist ein 30-jähriger Mann X in Hypnose. Ich sage ihm: "Nach dem Erwachen werden  Sie,  sobald ich mein rechtes Knie über das linke lege, das Tintenfaß vom Tisch auf den Stuhl stellen." Der Betreffende erwacht auf meinen Befehl; ich unterhalte mich mit ihm. Nach einiger Zeit lege ich ein Knie über das andere, der Herr sieht sofort starr nach dem Tintenfaß und antwortet nur schwer auf meine Fragen. Er geht an den Tisch, nimmt das Tintenfaß und stellt es auf den Stuhl."

    Professor FOREL erzählt diesen Fall: "Ich sage einem Hypnotisierten: "Morgen um 12 Uhr, während Sie zum Essen gehen, wird Ihnen plötzlich der Gedanke kommen, daß Sie mir noch schnell schreiben wollen, wie es ihnen geht. Sie werden nach Ihrem Zimmer zurückkehren und mir noch schnell schreiben, werden dann kalte Füße bekommen und Ihre Pantoffeln anziehen." Der Hypnotisierte hat nach dem Erwachen und bis zum andern Tag um 12 Uhr keine Ahnung von der ganzen Sache. Im Moment, wo er zum Essen geht, taucht der suggerierte Gedanke in seinem Bewußtsein auf und die Suggestion wird pünktlich ausgeführt.

    Endlich werden noch folgende Beispiele erzählt, die Professor LIÉGEOIS in Nancy geliefert hat: "Einem jungen Mann gab er in der Hypnose ein weißes Pulver mit der Bemerkung, es sei Arsen und trug ihm auf, es bei seinem Nachhausekommen in einem Glas Wasser aufzulösen und es seiner (vorher unterrichteten) Tante zu trinken zu geben. Und noch am Abend desselben Tages erhielt LIÉGEOIS von der Dame das Schreiben: "Madame M. hat die Ehre, Herrn LIÉGEOIS zu benachrichtigen, daß das Experiment vollständig gelungen ist." Der Neffe hatte ihr das vermeintliche Gift wirklich gereicht. - In ähnlicher Weise veranlaßte LIÉGEOIS eine junge Dame in Hypnose, eine Pistore, von der sie durchaus nicht wußte, daß sie nicht geladen war, auf ihre eigene Mutter abzufeuern und sich dann selbst beim Untersuchungsrichter anzuzeigen, daß sie ihre beste Freundin ermordet hat, was sie auch beides tat."
49. Aber nicht bloß, daß Hypnotisierte durch entsprechende Suggestionen dazu gebracht werden können, hypnotisch oder posthypnotisch Befehlshandlungen auszuführen, man kann ihnen durch eine neue Suggestion auch die Meinung, ja die Überzeugung beibringen, daß sie eine Befehlshandlung aus selbsteigenem Antrieb und aus freien Stücken verrichtet haben.
    Der beste Beweis, daß die Somnambulen (Hypnotischen) die Handlungen, die sie posthypnotisch begehen, für frei von ihnen gewollt halten", bemerkt Professor FOREL, "liegt in der Art, wie sie sich darüber schämen, genieren und dieselben oft zu vertuschen suchen. Eine ethisch ziemlich schwach entwickelte Hypnotisierte ließ ich posthypnotisch ein auf dem Tisch liegendes Messer stehlen. Als sie aus dem Zimmer war, ging sie recht verlegen zu meiner Köchin und sagte ihr, sie habe aus Versehen dieses Messer, sie wisse nicht wie, mitgenommen und bat sie, dasselbe, ohne mir etwas zu sagen, "weil sie sich geniere", wieder an seinen Platz zu legen."

    Ein anderer sehr ausführlicher und drastischer Bericht der Art betrifft einen Versuch, den GILLES de la TOURETTE, Neurologe und Assistent an der Salpetriere zu Paris im Laboratorium CHARCOTs anstellte; er lautet: "W., eine hysterische Patientin, die sehr leicht zu hypnotisieren ist, wird in einen somnambulen Zustand versetzt. Wir beginnen eine Unterhaltung: "Wenn Sie erwachen ..." - "Aber ich schlafe ja nicht." - "Ich weiß das; aber das ist nicht die Frage. Nehmen wir an, Sie schlafen. Wenn Sie erwachen, so müssen Sie Herrn  G.  vergiften! - "Stille, man hört sie." - "Keine Furcht, wir sind ganz allein." Diese einfache Behauptung war genug, um zu verhindern, daß sie irgendeinen Umstehenden hörte oder sah. "Aber warum nötigen Sie mich, Herrn G. zu vergiften. Er hat mir ja nichts zu leid getan; er ist ein guten junger Mann." - "Ich will ihn vergiftet sehen." - "Ich aber will ihn nicht vergiften. Ich bin doch keine Verbrecherin." Um den Weg zur Erfüllung meiner Suggestion zu ebnen, sagte ich zu ihr: "Sie wissen, daß er die Ursache der Kälte Ihrer Freundin, Madame R. gegen Sie ist." - "Was Sie nicht sagen!" - "Ich versichere Ihnen, daß das eine Tatsache ist." Ihr Wille wird schwächer und schwächer und zuletzt erklärt sie sich bereit, meinen Befehl auszuführen. "Ich haben kein Gift", bemerkte sie. "Soll ich ihm einen Dolchstich beibringen oder ihn erschießen?" - "Eine Pistole möchte zu viel Lärm machen. Hier ist ein Glas (ich schütte Bier hinein und mische ihm Gift bei). Es kommt nur darauf an, daß Sie es Herrn G. zu trinken eben, wenn Sie erwachen. Was immer sich ereignet, Sie werden sich nicht mehr daran erinnern, daß ich es war, der Sie verleitet hat, Herrn G. zu vergiften, nicht einmal dann, wenn Sie wieder in Schlaf versetzt sind, um darüber befragt zu werden." - "Gut, mein Herr." Ich weckte sie auf und dann ergab sich folgende Scene Sieben der unsrigen waren da im Laboratorium zugegen, alle gute Bekannte der W. Sobald sie erwachte, ging sie von einem zum andern und wechselte mit jedem Wort der Unterhaltung. Nichts in ihrer Erscheinung ließ vermuten, was sie beabsichtigte. Mit der gleichgültigsten Miene näherte sie sich Herrn G. "Es ist", bemerkte sie, "hier sehr warm. Sind Sie nicht durstig? Ich selbst sterbe vor Durst. Herr L., haben Sie nicht eine oder zwei Flaschen Bier? Können  Sie  uns nicht etwas geben?" - "Ganz unnötig, mein Fräulein", erwiderte G., "ich versichere Ihnen, ich bin nicht durstig." - "Oh, Sie können das auf keine Weise ausschlagen. Herr L. bot uns eben Bier an. Da ist ein Glas, welches noch voll ist (und sie ergreift das Glas, welches wir als vergiftet bezeichnet hatten); nehmen Sie es von mir an. " - Danke Ihnen, Fräulein, ich bin nicht durstig". - "Vielleicht fürchten Sie, daß es mit dem Bier nicht ganz richtig sei? Sehen Sie, ich werde selbst etwas davon trinken." Sie setzt das Glas an ihre Lippen, hütete sich aber, einen Tropfen zu schlucken. G. nahm das Glas und trank dessen Inhalt langsam aus, seine Augen fest auf W. gerichtet. Ihr Gesicht wurde ganz blass. Zuletzt fiel G. wie tot auf den Boden. "Das hat gewirkt", sagte sie in kaum vernehmbarem Ton. Eine vorgeblich gerichtliche Untersuchung wurde abgehalten. W. wurde vor einen Herrn gebracht, den sie für eine Gerichtsperson hielt. Aber man konnte aus ihr nichts herausbringen, weder ein Zugeständnis der Mitwissenschaft um das Verbrechen, noch eine Angabe der Person, die es ihr eingeredet hat."
LITERATUR - Ludwig Schütz, Der Hypnotismus, Philosophisches Jahrbuch, Bd. 9, Fulda 1866