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ADOLF LASSON
Der Satz vom Widerspruch
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"Indem man nun das Ding als Objekt des Denkens betrachtet, welches selbständig und von allem Gedachtwerden unabhängig für sich besteht, so ergibt sich, daß die Welt der Dinge sich allen Versuchen des Denkens unzugänglich erweist und das Ding ansich in hoffnungsloser Fremdheit und Jenseitigkeit als ein dem Denken schlechthin Äußerliches undenkbar und unbegreiflich fortbesteht. Daß dieser Schluß auf einer Täuschung beruth, ist im Grunde offensichtlich. Man braucht nur die doch nicht so fern liegende Reflexion zu machen, daß das Ding mit seiner angeblichen Fremdheit und Selbstständigkeit dem Denken gegenüber doch selbst wieder nichts anderes ist, als eine Konzeption des Verstandes, freilich eine durchaus widerspruchsvolle und haltlose Konzeption. Das Ding ansich ist das Ding, wie es da draußen unabhängig von unserem Vorstellen besteht; und doch ist es, sobald wir davon sprechen und in unserem Bewußtsein damit operieren, nichts anderes als unsere Vorstellung eines Dings. Was uns gegeben ist, das ist uns un uns und durch uns gegeben und auf andere Weise kann uns gar nichts gegeben sein."

"Das Objekt auf seiner niedersten Stufe ist voll des Widerspruchs; die in ihm und an ihm arbeitende Macht des Begriffs drängt den Widerspruch zurück. Erkannt aber wird das Objekt, wenn diese Macht des Begriffs in ihrer Arbeit am chaotischen Material im Gedanken nachgebildet wird und erkennbar ist eben nur dieses Begriffliche an den Objekten. Soviel an den Objekten jedesmal noch nicht vom Begriff Durchdrungenes ist, so viel Unerkennbares ist an ihnen und dieses Unerkennbare wird recht erkannt, wenn es als unerkennbar erkannt wird."

3. Und dennoch kann diese Ausschließung des Kontinuierlichen nicht als eine unbedingte und in jedem Sinn gültige gemeint sein. Der Satz, daß das Kontinuum undenkbar, unsagbar sei, würde, in strengstem Sinn genommen, den Widerspruch einschließen, daß wir das Kontinuum in eben dem Augenblick denken, in eben dem Augenblick etwas über dasselbe aussagen, wo wir es als undenkbar und unsagbar bezeichnen. Der Satz kann also nur als mit gewissen Einschränkungen, in gewissem Sinne gültig gemeint sein. In der Tat bezeichnet er die eine Tendenz im Denken, neben welcher sich eine andere als gleich mächtig kund gibt. Wir denken und urteilen in lauter sich wechselseitig ausschließenden, gegeneinander begrenzten, festen Bestimmungen; aber es ist zugleich all unser Denken darauf gerichtet, die Kluft zwischen diesen Bestimmtheiten möglichst auszufüllen, sie einander näher und immer näher zu bringen. Und das Gleiche gilt vom Objekt des Denkens. Das Objekt steht im Fluß des Werdens und geht durch die grenzenlose Unbestimmtheit hindurch, aber so daß dieser Tendenz die entgegengesetzte auf durchgängige Bestimmtheit gehende Widerstand leistet und das Gegengewicht hält.

Wie wir uns finden, so ist das Kontinuum das Erste und Unmittelbarste, was uns gegeben ist. Wir leben im Kontinuierlichen; all unsere Wahrnehmung, Anschauung und Vorstellung hat das Kontinuierliche zum Objekt. Der Raum und die Zeit und die in beiden sich vollziehende Bewegung tragen diesen Charakter; alle Bestimmtheit und Verschiedenheit der Qualitäten hat dieses Element an sich. Zwischen den Verschiedenen sind unendliche Übergänge, die Intensitäten steigern sich in unmerklichen Zunahmen, alle Veränderung geschieht in stetiger Weise: das ist die Beschaffenheit der Welt, in der wir uns finden. Sobald wir aber kritisch auf diese uns gegebene Welt reflektieren, so bemerken wir zweierlei: erstens, daß diese so beschaffene Welt, so gewiß wir ihrer sind und mit welcher Notwendigkeit sie sich auch aufdrängt, doch als solche nicht denkbar ist und zweites, daß sie uns doch nicht so unbedingt bloß gegeben ist ohne all unser Zutun, sondern daß auch sie schon Produkt unserer eigenen Tätigkeit ist oder daß wir wenigstens mit unserer Tätigkeit einer der Faktoren sind, die uns diese Welt als die Welt in der wir leben, als die Welt der unmittelbaren Anschauung erzeugt haben. Und schließen wir dann richtig weiter, so ergibt sich: sofern beides in uns ist, sowohl unsere unmittelbare Anschauung als unser reflektierender Gedanken und beides eine Form unserer eigenen Bildungskraft ist, ist das eine gerade so gewiß als das andere und die Welt unserer Wahrnehmung und Anschauung hat in dieser Beziehung keinen Vorzug vor dem was wir denken. Sofern aber für den vernünftigen Menschen das Kriterium aller Wahrheit im Denken liegt und nur dasjenige als wahr gelten darf, was sich als das Allgemeingültige und Notwendige in strenger Form erweisen läßt, so kann das Gebilde der unmittelbaren Anschauung seine Gleichberechtigung mit dem des Denkens nicht behaupten, sondern wo es zu demselben in den Gegensatz tritt, da wird es durch dasselbe widerlegt und aufgehoben. Die Wahrheit liegt in dem was dem Gedanken gemäß ist. Eine Gewißheit also, die sich vor dem Gedanken noch nicht ausgewiesen hat, hat bloß einen vorläufigen Wert; wollte sie sich aber festhalten und behaupten auch dem Gedanken gegenüber, so würde sie einen ihr nicht zukommenden Wert beanspruchen. Soll wirklich erkannt werden, so kommt alles darauf an, daß solche ungerechtfertigte Ansprüche auf Geltung zurückgewiesen werden. Die unmittelbare Gewißheit des unbefangenen Bewußtseins muß also zurücktreten vor der durch das Denken an ihr geübten Kritik. Man liebt es, jene als die  Erfahrung  zu bezeichnen und die Erfahrung als das höhere Prinzip der Notwendigkeit des Denkens gegenüberzustellen. Aber Erfahrung ist diese Notwendigkeit des Denkens genauso und genau in demselben Sinne: beides ist inneres Erlebnis unseres eigenen Bildens, Erfahrung des Geistes von seiner eigenen inneren Notwendigkeit: Stehen sich aber zwei Arten der Erfahrung mit entgegengesetzten Resultaten gegenüber, so kann es für den vernünftigen Menschen keine Frage sein, welche von beiden den höheren Wert besitzt und welcher er mehr zu vertrauen habe. Die unberatene Erfahrung des unmittelbaren Bewußtseins muß sich widerlegen lassen durch die kritisch geprüfte Erfahrung des sich selbst durchleuchtenden Gedankens.

Darin, daß die Welt, in der wir uns unmittelbar finden, überall den Fluß der grenzenlosen Unbestimmtheit enthält, liegt die Schwierigkeit, sie begreiflich zu machen, darin zugleich der Anstoß für alle Wissenschaft. Gewährte, was wir im unmittelbaren Bewußtsein erfahren, unserem Denken eine volle Befriedigung, so gäbe es kein Bedürfnis und keinen Antrieb der Wissenschaft. So aber begegnet uns überall die Schwierigkeit, die Aporie [Widerspruch - wp], die uns zu Versuchen der Lösung treibt. Das Problem läßt sich mit einem Wort bezeichnen: es gilt, in den festen Formen unseres Denkens das unendliche Werden zu begreifen. Das Werden müssen wir anerkennen; es ist am Seienden und ist selber ein relativ Seiendes. Wir denken nicht bloß in Begriffen, die das Seiende festhalten; sondern zum Begriff kommt das Urteil hinzu, welches das flüchtige Werden widerspruchslos zu fassen unternimmt. Das Werden aber ist voller Widersprüche; es ist der Widerspruch selber und sofern das Seiende ins Werden übergeht, taucht in ihm der Widerspruch an allen Ecken und Enden auf. So scheint es dann auch, daß das Objekt selber widerspruchsvoll ist und doch beansprucht, in widerspruchslosem Denken erkannt zu werden. Da das nun nicht angeht, so fühlt man sich zunächst zu dem Schluß verführt, daß es eine Erkenntnis des Objekts überhaupt nicht gibt und daß das Denken, indem es sich in aussichtslose Antinomien verwickelt, seine Unzulänglichkeit für die Aufgabe erweist, die es übernimmt und übernehmen muß, das Objekt zu erkennen. Indem man nun als das Objekt des Denkens das Ding betrachtet, welches selbständig und von allem Gedachtwerden unabhängig für sich besteht, so ergibt sich, daß die Welt der Dinge sich allen Versuchen des Denkens unzugänglich erweist und das Ding ansich in hoffnungsloser Fremdheit und Jenseitigkeit als ein dem Denken schlechthin Äußerliches undenkbar und unbegreiflich fortbesteht.

Daß dieser Schluß auf einer Täuschung beruth, ist im Grunde offensichtlich. Man braucht nur die doch nicht so fern liegende Reflexion zu machen, daß das Ding mit seiner angeblichen Fremdheit und Selbstständigkeit dem Denken gegenüber doch selbst wieder nichts anderes ist, als eine Konzeption des Verstandes, freilich eine durchaus widerspruchsvolle und haltlose Konzeption. Das Ding ansich ist das Ding, wie es da draußen unabhängig von unserem Vorstellen besteht; und doch ist es, sobald wir davon sprechen und in unserem Bewußtsein damit operieren, nichts anderes als unsere Vorstellung eines Dings. Was uns gegeben ist, das ist uns un uns und durch uns gegeben und auf andere Weise kann uns gar nichts gegeben sein. Das Ding, das wir uns vorstellen, ist das Objekt unserer Dingvorstellung und es erkennen wollen, heißt nichts anderes, als unsere Vorstellung begreiflich machen wollen. Der Satz, daß wir das Ding ansich nicht zu erkennen vermögen, bedeutet also vielmehr, daß es uns nicht gelingen kann, unsere innere Vorstellungswelt in gedanklicher Form widerspruchslos harmonisch durchzubilden. Dieser Satz aber kann nimmermehr zugegeben werden. Die Starrheit des unserem Denken schlechthin äußerlichen Dinges ist ein bloßer Schein, den wir uns selber, durch innere Notwendigkeit gezwungen, vormachen und vermag der freien Beweglichkeit unseres inneren Bildens keine Grenze zu setzen. Das Ding, das draußen unabhängig zu sein schien, setzt sich für die gereiftere Reflexion vielmehr um in das unmittelbare Bewußtsein der Dinglichkeit, mit dem wir uns behaftet finden. Dem naiven Menschen erscheint das Ding, als wäre es ohne unser Zutun da; durch die auf uns und unsere Objekte gerichtete Aufmerksamkeit lernen wir das Ding als Produkt unseres eigenen Bildens kennen, eines Bildens von niederer Stufe, dem der freie kritische Gedanke als die höhere Stufe gegenübersteht. Unsere niedere Vorstellungswelt hat aber kein selbständiges Recht dem freien Gedanken gegenüber; denn alle Möglichkeit wahrer Erkenntnis liegt in dem seiner ihm eingeborenen Formen völlig mächtig gewordenen Denken, das der einzige Richter ist über wahr und unwahr. Diesem Richter dürfen wir vertrauen und ihm müssen wir alle unsere Entscheidungen anheimstellen. Im vernünftigen, widerspruchslosen Denken liegt die Macht, das Problem zu lösen und keine anderswoher geschöpfte Gewißheit darf uns abhalten, aus dieser Quelle allgemeingültiger und notwendiger Wahrheit zu schöpfen; keine darf es unternehmen, uns ihre Lauterkeit zu verdächtigen.

Der Charakter und die Form des vernünftigen Denkens ist die Widerspruchslosigkeit. Im widerspruchslosen Denken haben wir die Wahrheit, die Erkenntnis des Seienden als das subjektive Abbild seiner objektiven Wesenheit. Die Erkenntnis legt sich dar in einer Vielheit von Urteilen; es ist die Aufgabe des Denkens, in diese Vielheit widerspruchslose Harmonie zu bringen. Je mehr dies dem Denken gelingt, desto mehr ergreift es die Wahrheit und wird zu Erkennen. Von diesem Satz kommt menschliches Denken nicht los; denn selbst wer ihn leugnet, wird durch die Notwendigkeit der Sache gezwungen ihn zuzugeben und eben indem er ihn bestreitet, bestätigt er ihn durch sein eigenes Handeln. Denn wer widerlegt, der vollbringt es durch Aufzeigen von Widersprüchen, und wer behauptet, der bemüht sich, nicht selbst in Widerspruch zu geraten. Der Satz, daß das Denken sich nicht vom Widerspruch zu befreien vermag, schließt sein kontradiktorisches Gegenteil mit ein; denn er bedeutet zugleich, daß eben dieser Satz als ein Erzeugnis des Denkens mit dem Widerspruch behaftet sei, also auch, daß er keine Geltung beanspruchen kann. Oder dasselbe anders gefaßt: Wenn der Satz gälte, daß wir dem Denken, auch dem widerspruchslosen, nicht vertrauen dürfen, daß es die Wahrheit erkennt, dann dürfen wir sicher auch diesem Satz nicht vertrauen und es gilt vielmehr der entgegengesetzte Satze, daß wir dem widerspruchslosen Denken vertrauen dürfen. Das raikale Mißtrauen gegen das Denken hebt sich also selber auf.

Wer denkt, der trachtet nach dem Erkennen und vertraut, daß man durch Denken Wahrheit erreichen kann. In Begriffen unternehmen wir das Seiende zu treffen, in Urteilen die wechselnden Beziehungen im Seienden auszudrücken. Begriffe und Urteile ohne eine solche Beziehung auf die durch sie zu treffenden Objekte sind gar nicht, eine bloße Wahnvorstellung und die Betrachtung von Begriffen und Urteilen in einer solchen Abtrennung vom Sein ist ein Dreschen leerer Hülsen. Ohne eine Wirklichkeit, die gedacht und durch Denken erkannt werden soll, gibt es kein Denken, nur ein Plappern und Schattenfechten; nur braucht es nicht gerade eine äußere Wirklichkeit von dinglicher Art zu sein, mit der sich das Denken beschäftigt. Wer vom PEGASUS aussagt, daß er geflügelt ist, von den Elfen, daß sie ihren Reigen tanzen, der hält entweder den PEGASUS und die Elfen in allem Ernst für Bestandteile der Wirklichkeit, oder er beschreibt die Vorstellungen, die andere von der Wirklichkeit haben oder hatten und dann sind das zu erkennende Wirkliche eben diese Vorstellungen anderer, - und dasselbe ist da der Fall, wo das Urteil nur eine Worterklärung zu geben bestimmt ist; - oder auch, er ahmt das Aussagen und Urteilen nur nach, nämlich wenn er erdichtet oder lügt und fingiert eine Wirklichkeit, um andere im Ernst oder Spiel zu täuschen. Weil alles Denken auf eine Wirklichkeit bezogen ist als das Streben, ein subjektives Ebenbild des Objektes im Geist herzustellen, so trägt die Wirklichkeit notwendig die Züge, die das Denken ihr mit Notwendigkeit beilegt. Denn das Denken kann weder an sich noch an seinem Objekt verzweifeln. Ist Widerspruchslosigkeit das Kennzeichen des vernünftigen Denkens, so ist sie auch das Kennzeichen des Seienden, der Wirklichkeit als des Objekts des Denkens. Stellt sich aber diese Widerspruchslosigkeit im Denken durch die stetige Überwindung des Widerspruchs her, so schließen wir weiter, ist auch im Seienden die Widerspruchslosigkeit das Produkt eines analogen Prozesses. Überall in der Wirklichkeit wie im Denken erscheint der Widerspruch, aber nicht um zu bleiben; unfähig sich zu behaupten, tritt er auf, um aufgehoben zu werden und durch eine höhere Macht bewältigt zu verschwinden.

4. Das reine Denken, welches nach den Sätzen der Identität und des Widerspruchs sich vollendend, die Erkenntnis seines Objektes erreicht, spinnt sich nicht aus sich selber heraus, sondern es entzündet sich an einem gegebenen Material, das es fortschreitend bearbeitet. Dieses Material ist ihm aber kein rein äußerliches und ursprünglich fremdes, sondern die in strenger Form reflektierene Innerlichkeit des Denkens hat ihr Material und ihre Voraussetzung an der ungebundener bildenden Innerlichkeit des Vorstellens. Die Vorstellung, wie sie sich aufbaut auf der an das Äußere hingebenden Bildungskraft des wahrnehmenden und anschauenden Geistes, ist selbst wieder die Grundlage für das Denken und bildet die Mitte und das verbindende Glied zwischen den niederen und den höchsten Funktionen des theoretischen Geistes. Das Aufsteigen von den höchsten Funktionen des theoretischen Geistes. Das Aufsteigen von der Wahrnehmung zum Gedanken ist ein fortschreitendes sich Befreien des Geistes von der Macht der Äußerlichkeit und von der Herrschaft des Scheins, ein immer entschiedeneres Einkehren in sich und Hindurchdringen zum wahrhaft Seienden. Von reinem Denken kann nur in diesem Sinne die Rede sein, daß es den Abschluß bildet der inneren Entwicklung, nicht so daß es ohne die wahrnehmde, vorstellende Tätigkeit und ihre Erfahrung eines Äußeren, aus dem Grunde des inneren Lebens wie aus dem Nichts entspränge und sich aus dem Nichts ein All der Erkenntnis erzeugte, sondern so, daß es die niederen Stufen als seine Voraussetzungen hinter sicht hat, sie in sich aufhebt und verarbeitet. Wo sich der Prozeß von der Wahrnehmung an in normaler Weise vollzieht, nur da mündet er in das reine Denken ein. Durch allseitig feste Bestimmtheit nach dem Satz der Identität wird die Vorstellung zum Begriff; das geschäftige Spiel der Vorstellungen wird zum geschäftlichen Ernst des Urteilens nach der Norm des Satzes vom Widerspruch. Die ungebundene Willkür des individuellen Einfalls bindet sich an das vernünftige Gesetz, um sich zum allgemeingültigen Gedanken umzugestalten; der Zufall der gegebenen Äußerlichkeit, an dem die Vorstellung noch haften bleibt, hebt sich in freiem, methodischem, das Ganze systematisch umfassendem Tun auf in die alles Material übermächtig durchdringende ursprünglich Formenwelt des geistigen Lebens. So gelangt der erkennende Geist dazu, zuletzt in einem reinen Denken bei sich selbst zu sein; sein Gang ist von ungebundenem Spielt mit der Äußerlichkeit zu gesetzlicher Freiheit, in der er sich selber sein eigenes Gesetz gibt.

Das Material, welches das Denken aus der Vorstellung überkommt, das ist das Objekt, die Welt der Vorstellungen in strenger Form erkennbar zu machen, das ist die Aufgabe des Denkens. Ist die Vorstellung das Material für das Denken, das Objekt, an dem es seine Kunst übt, so muß sie den Charakter tragen, denkbar gemacht werden zu können. Nicht von vornherein entspricht sie den Anforderungen des Denkens; aber die Umwandlung, die ihr durch das Denken widerfährt, geschieht ihr doch auch nicht rein äußerlich durch eine ihr fremde Macht, sondern sie ist in ihr selber schon angelegt und die Vorstellung hat die Tendenz zum reinen Denken schon in sich. Wie die Vorstellung das Material und Objekt für das Denken, so ist es die Anschauung für das Vorstellen, die Wahrnehmung für das Anschauen und zuletzt ist es also die äußere und innere Erfahrung der Wahrnehmung, mit der alle geistige Tätigkeit des Erkennens anhebt und an der sie ihr Material und ihr Objekt hat. Die Wahrnehmung selber aber hat ihr Material an dem was nicht Geist ist, an der Sinnlichkeit, am Wechselverkehr zwischen Leib und Seele, an der Empfindung und an der Verflochtenheit des Leibes mit dem ganzen Getriebe der äußeren Welt; die Wahrnehmung ist der erste Zeuge, der uns Kunde gibt, eine noch dumpfe und unsichere Kunde, völlig glaubwürdig, aber schwer verständlich, so daß sie erst gedeutet werden muß und erst durch den inneren Lebensprozeß des Geistes zum vollen, hellen Tageslicht der Erkenntnis zu werden vermag. Jede höhere Stufe hat ihr Objekt an der niederen Stufe: der Geist an der Seele, die Seele am Leib, der Leib an der organischen Natur, diese an der unorganischen Natur. Nirgends reißt die Innerlichkeit und damit der Gegensatz zwischen dem Inneren und Äußeren völlig ab; sie wird nur auf den verschiedenen Stufen absteigend immer dumpfer, aufsteigend immer lichter. Bildet auf der einen Seite die reine freie Innerlichkeit des Geistes die Grenze, so auf der anderen Seite die völlig gebundene Äußerlichkeit des Dings. Aber zu dieser Grenze sinkt die Bewegung, so sehr sie sich ihr annähert, doch niemals herab. Der reine formlose Stoff wird nicht gefunden. Das geistige Prinzip der Form, das die Bewegung leitet und durchdringt, duldet nicht, daß etwas ganz vom Geist Verlassenes sein oder geschehen könne. Vor der Grenze biegt die Bewegung um und es beginnt das Aufsteigen nach oben. Der Geist aber setzt die Bewegung und erhält sie in Atem, weil er die Gedoppeltheit an sich selber hat, Subjekt und Objekt zu sein und nur an der stetigen Überwindung des Objekts sein Selbst genießt.

Ist die vollkommene Begrenzung, die sich selber begreifende und durchdringende Bestimmtheit das Ziel der Bewegung, so wird sie nicht auch der Anfang sein. Der Anfang ist vielmehr der Fluß der Unbestimmtheit, das grenzenlose Werden. Aber das Werden ist niemals ohne das Sein; die chaotische Unbestimmtheit wäre nichts ohne das Sein, das schon auf der niedrigsten Stufe in ihm mächtig ist und es bändigt. So haben wir von vornherein den Kampf der beiden entgegengesetzten Potenzen: Form und Stoff, Geist und Materie, Begriff und Äußerlichkeit; das Siegreich ist der Begriff, der schrittweise den Widerstand überwindet und die Stufenfolge der Wesen ist Dokument und Niederschlag der fortschreitenden Arbeit des Begriffs am widerstrebenden Material. Die Dinglichkeit ist am Objekt des Denkens der niemals erreichte Nullpunkt, der die Grenze für die eine der beiden mit einander ringenden Tendenzen bezeichnet. Der erkennende Geist hat es in seinem Objekt mit seinem eigenen Werden zu tun, mit der stets zunehmenden Bestimmtheit. Jedesmal ist im Objekt so viel Erkennbarkeit, als wahrhaftes Sein in ihm ist. Das Sein ist die Macht des Begriffes, welche den unbestimmten Fluß des Werdens zügelt und im bleibenden Bett erhält; es offenbart sich in den Objekten als Bestimmtheit und feste Begrenzung, Identität und Widerspruchslosigkeit. Das Erkennen ist das Festhalen dieser begrifflichen Macht in den Dingen, die Nachbildung des Prozesses, wie er sich im Objekt selbst vollzieht: durch die ewigen eingeborenen Formen des Geistes wird im Erkennen das chaotische Material des Vorstellens zur Wahrheit und lichthellen Bestimmtheit des Begriffes durchgebildet. Das Objekt ist nicht eine äußerliche, begriffslose, dem Gedanken fremde Realität, sondern des Geistes eigenes Objekt, eine niedere Stufe seiner Geistigkeit. Das fortschreitende, seinem Ziel zustrebende Denken tilgt in sich den Widerspruch, wie in der objektiven Welt der Widerspruch des grenzenlosen Werdens stufenweise überwunden wird. Das Objekt auf seiner niedersten Stufe ist also voll des Widerspruchs; die in ihm und an ihm arbeitende Macht des Begriffs drängt den Widerspruch zurück. Erkannt aber wird das Objekt, wenn diese Macht des Begriffs in ihrer Arbeit am chaotischen Material im Gedanken nachgebildet wird und erkennbar ist eben nur dieses Begriffliche an den Objekten. Soviel an den Objekten jedesmal noch nicht vom Begriff Durchdrungenes ist, so viel Unerkennbares ist an ihnen und dieses Unerkennbare wird recht erkannt, wenn es als unerkennbar erkannt wird. Das Unerkennbare ist also nicht darum unerkennbar, weil es für die erkennende Macht des Denkens zu hoch, sondern weil es zu niedrig steht. Was am meisten Sein hat, das steht auch dem Wert nach in der Stufenleiter der Wesen am höchsten und ist auch am meisten erkennbar. Widerspruchsvoll zu sein aber ist nicht das Verhängnis des Denkens, sondern das Denken ist die Macht, den Widerspruch zu tilgen. Widerspruchsvoll sind vielmehr die Dinge und sie sind es mit Notwendigkeit, sofern sie in der Stufenfolge der Wesen die niedrigste Stufe ausmachen. Ihr Widerspruch aber liegt nicht in dem, was in ihnen als das Seiende ist, sondern in der Unbestimmtheit des Werdens, die ihnen als ihr Schicksal widerfährt.

5. Wenn alles in unausgesetzter Bewegung und nirgends eine feste, bleibende Bestimmtheit wäre, so gäbe es so wenig ein Erkennen wie auch ein Sein; nichts wäre wahr und alles falsch. Nun ist aber das Erkennen, ist das Wahre; denn wer es leugnetee, würde es damit zugeben, weil er für seine Leugnung die Wahrheit dieser Leugnung in Anspruch nähme. Also ist auch die feste, bleibende Bestimmtheit und alle diese niemals abbrechende Vielheit des Werdens, der Bewegung und Veränderung tritt nur am Seienden auf, das bleibt und verschwindet wieder, ohne das Seiende als solches in seinem Bestand anzutasten oder aufzuheben.

Alle Vielheit der realen Existenzen hat die Negation an sich; jedes ist was es ist nur dadurch, daß es das andere nicht ist. Eben dadurch ist sein Sein ein endliches und unwahres und es bleibt auch nicht, was es ist, sondern es verändert sich. Dasselbe Objekt hat die Möglichkeit, das eine zu sein und auch das andere. Es ist, was es ist, jedesmal doch nur so, daß es sich stetig verändert. In dieser Veränderung geht es aus der Bestimmtheit, die es hatte, heraus, ohne noch unmittelbar eine neue Bestimmtheit erreicht zu haben; um diese zu erreichen, muß es erst durch die Unbestimmtheit hindurch. Diese Unbestimmtheit ist das Unendliche, das unendlich Große wie das unendlich Kleine und in dieser Unendlichkeit liegt der eigentliche Gegensatz zum Begriff und seiner bleibenden, fest begrenzten Bestimmtheit. Im unteilbaren Moment der Zeit ist der Gegenstand nicht mehr, was er war; er hat sich verändert, aber was er geworden ist, läßt sich nicht sagen. Im Raum liegt das eine neben dem anderen, aber die bestimmte Grenze ist nicht anzugeben; denn wie die Zeit ist der Raum ins unendliche teilbar. Das Raumfüllende zerfällt in Teile seiner Teile bis ins Unbestimmte; da ist kein letzter oder kleinster Teil und die Zusammensetzung der bestimmten Gestalt aus dem unbestimmten Nichts des ins unendliche Teilbaren bleibt unbegreiflich. Der bewegte Gegenstand überschreitet jede Grenze und seine Bewegung erstreckt sich weiter und weiter in das Unermeßliche. Das Werden geht weiter durch alle Zeit; da ist weder ein Anfang noch ein Ende, kein Ruhepunkt für das begreifende Denken. Das denkende Wesen selber steht mitten in diesem Fluß, in einer Unendlichkeit seiner inneren Vorgänge. In dem Augenblick, wo es sich ergreifen möchte, ist es sich selber auch schon fremd geworden. Das bestimmte Jetzt ist ihm vorüber und das neue vom alten durch eine Unendlichkeit von Zwischenstadien getrennt.

Dazu, daß ein Urteil in strengem Sinn gilt, gehört, daß das Bestimmte vom Bestimmten in ganz bestimmter Beziehung ausgesagt werde. So läßt sich aber von einem endlichen Gegenstand gar nichts aussagen. Die eine Beziehung, die bei allem Aussagen hinzugedacht werden muß, die Zeit, ist niemals zu bestimmen oder festzuhalten; denn ihr Sein ist überhaupt nur ein beständiges Sichaufheben, ein Nicht-mehr- und ein Noch-nicht-sein. Alle Unbestimmtheit aber führt das mit sich, daß etwas nicht ist, was es ist. Wie in der räumlichen Bewegung das Bewegte auch im kleinsten Zeitmoment nicht an einem bestimmten Ort ist und sich daraus der Widerspruch ergibt, daß etwas da ist, wo es nicht ist, so ergibt sich dasselbe für die Rastlosigkeit der Veränderung und des Entstehens und Vergehens, daß etwas ist was es nicht ist oder daß das, was ist, nicht ist, weil es in einem unteilbaren Moment der Zeit fortrückend nicht mehr ist, was es war und doch ununterscheidbar fortdauert. Es ist aber wider allen gesunden Sinn, die Schuld an einem solchen Ergebnis dem Denken aufzubürden, welches doch das einzige ist, dem wir vertrauen dürfen und welchem wir geradezu vertrauen müssen und auch hierin tatsächlich vertrauen, indem es uns die im Objekt der Wahrnehmung und der Vorstellung enthaltenen Widersprüche erst aufdeckt und dem am Vermögen des Denkens Zweifelnden selber erst den Grund zu solchem Zweifeln an die Hand gibt. Denn vertraute er dem Denken nicht, so dürfte er auch nicht zweifeln, weil eben das Denken allein seinen Zweifel begründet. Findet das Denken schlechthin unaufhebbare Antinomien in seinem Objekt, so zwingt eben die Konsequenz des Denkens uns die Überzeugung auf, daß der Grund dieser Antinomien in der eigenen Beschaffenheit der Objekte liegt, andererseits aber auch die, daß diese Antinomien nicht schlechthin unaufhebbar sind, sondern daß sie als solche zum Gesamtbild der einen in sich harmonischen Welt gehören, in deren oberster Einheit sie zugleich wurzeln und sich aufheben. In der Tat bleibt ein gesundes Denken bei diesen Antinomien nicht als bei einem letzten unentrinnbaren Verhängnis, dem es sich verzweifelnd zu unterwerfen hätte, stehen, sondern benutzt es als einen Antrieb, weiter zu forschen. Unbedingt gilt die logische Anforderung, daß das Denken, wo es sich auf einem Widerspruch ertappt, sich dabei nicht beruhigt. Es liegt allem Denken das oberste Prinzip zugrunde, daß das Seiende durchweg bestimmt, mit sich identisch und in sich widerspruchslos ist. Ist das Denken in seinem Versuch, das Seiende zu erkennen, beim Widerspruch angelangt, so wird es die Voraussetzungen neu untersuchen, von denen aus es zu einem solchen Ergebnis gelangt ist und sein Verfahren zu berichtigen unternehmen. Denn nur aus falschen Voraussetzungen kann das widerspruchsvolle Ergebnis folgen. Kann nun bei einer solchen Untersuchung nicht anderes dafür in Anspruch genommen werden, der ursprüngliche Sitz des Fehlers zu sein, so wird die Quelle des Irrtums in der Grundauffassung des Objekts zu finden sein, mit dem sich das Denken beschäftigt. Das Denken besinnt sich, daß das, was es für ein Seiendes nahm, eben kein Seiendes, sondern ein Werdendes ist und danach muß es nun versuchen, seine Aussagen vom Objekt zu berichtigen. Eben das ist nun der Weg und das Verfahren aller Wissenschaft.

Das Denken geht von der flüssigen Unbestimmtheit der Vorstellung aus; die durchgängige Bestimmtheit des Begriffs ist das ideale Ziel, dem es nachstrebt. Überzeugt, daß im Seienden objektive begriffliche Bestimmtheit herrscht, sucht es dieselbe in sich nachzubilden. Am Gegenstand der sinnlichen Anschauung bringt es die Bestimmtheit zum Vorschein mit Hilfe der exakten quantitativen Begrenzung. Das Farbenspektrum z. B. zeigt die volle Unbestimmtheit des kontinuierlichen Anderswerdens und Übergehens von Farbe zu Farbe, das wissenschaftliche Denken hebt die fließende Farbenvorstellung durch bestimmte, in ihren Abständen exakt gemessene Linien auf, die das Fließende teilen, so daß das Identische mit möglichster Genauigkeit wiedererkannt werden kann unabhängig vom subjektiven Eindruck, von bloßer Empfindung und Meinung. Ebenso wird durch das quantitative Maß die Intensität der Kraft, die Wärme, das Licht, auf die Bestimmtheit des Begriffes zurückgeführt. Mit Hilfe einer solchen Bestimmtheit werden dann die Merkmale und Kennzeichen festgelegt, die die Arten und Geschlechter der Gegenstände zu steter Wiedererkennbarkeit unterscheiden und dabei im Denken die Nachbildung der den Objekten eigenen Unterschiede in den begrifflichen Formen angestrebt, die als seiende Bestimmtheiten das All durchwalten. Für das unbestimmte Geschehen werden die exakt formulierten Gesetze bezeichnet, die es gestalten und so im Wechsel der Erscheinung die begriffliche Identität des Wesens herausgebildet.

Der Bestimmtheit des Begriffs als Resultat strengen Denkens entspricht die ebenso sorgfältig durchgebildete Relativität des Urteils. Der Begriff beherrscht die daseienden Existenzen, aber er deckt sich nicht mit ihnen. Er zügelt ihre Bewegungen und Veränderungen, aber er läßt ihnen einen Spielraum innerhalb der von ihm gesteckten Grenzen offen. So ist dann im Urteil, das die wechselnden Prozesse des Daseienden durch begriffliche Determination nachzubilden strebt, die volle eindeutige Bestimmtheit gleichfalls ein ideales Ziel. Damit das Urteil bleibend gelte, müssen die Beziehungen, die die Bedingungen seiner Gültigkeit ausmachen, in möglichster Bestimmtheit erfaßt und ausgedrückt: zumal Zeit, Raum, Bewegung auf den bestimmten Raum- und Zeitpunkt eingeschränkt werden. Alle Erkenntnis des äußeren Daseins beruht auf dieser Festlegung von ganz bestimmten Einheiten und ihren wechselnden Beziehungen. So wird das Kontinuierliche durch das Diskrete bestimmt gemacht, sei es ein Quantum, ein Körper, eine Bewegung oder Veränderung. Ohne die diskreten Einheiten gibt es kein Begreifen, aber mittels ihrer läßt sich von Grenze zu Grenze das Unbestimmte des Fließens immer genauer bestimmen. Nur relativ, nur in Beziehung auf diesen bestimmten Punkt der Zeit und des Ortes gilt dann das Urteil; aber hier gilt es auch in voller Bestimmtheit. Die Absicht kann nicht sein, das Fließen als solches zu völligem Stillstand zu zwingen, sondern nur die Macht des Begriffs, die den Fluß eindämmt, mitten in einem unbestimmten Werden aufzuzeigen. Die veränderliche Größe, mit der gerechnet, an der gemessen wird, bleibt jedesmal eine bestimmte Größe; ihre Unendlichkeit selber bedeutet nur eine solche Annäherung an eine bestimmte Grenze, die sich durch lauter festzulegende diskrete Punkte vollzieht. Daß die Grenzenlosigkeit dahinter liegt, wird nicht verkannt; aber die begrenzende Macht wird im bestimmten Begriff herausgehoben. Das Urteil erlangt also seine widerspruchslose Bestimmtheit durch seine Relativität, dadurch das es für das Objekt nur für den ganz diskreten Punkt seiner Existenz in Raum und Zeit gilt. Das Krumme wird nicht gerade; aber als Quantum läßt sich das Krumme durch das Quantum des Geraden in lauter bestimmt aufzuzeigenden, wenn auch immer kleiner werdenden Schritten bis zu jedem Grad der Annäherung erschöpfen. In diesem bestimmten Punkt ist die Richtung der Kurve diese bestimmte und durch ein bestimmtes Verhältnis von Quantis läßt sich feststellen, an welchem Ort wir den sich bewegenden Punkt jedesmal erwarten dürfen. So löst die Mathematik und auf ihrer Grundlage die Mechanik, die Physik, die Chemie ihre Probleme; so durchdringt alle Wissenschaft fortschreitende ihr Objekt, im Werden das Seiende, die feste Bestimmtheit im Unbestimmten ergreifend. Das Unbestimmte aber bleibt draussen als das was kein Sein hat, sondern beständig im Werden ist, als das dem Erkennen wie dem Sein Fremde, das nichts für sich, sondern immer nur als Moment am Seienden ist. Ganz das Gleiche aber gilt von der Wissenschaft der organischen Natur, von den geschichlichen Wissenschaften, von der Wissenschaft der Sprache, des Rechts, der Religion. An die Festlegung bestimmter Punkte, Formen und Arten knüpft sich alle Erkenntnis.  Die kontinuierliche Transmutation hebt jedes Erkennen auf, ihre Annahme ist das eigentliche Gegenteil aller Wissenschaft. 
LITERATUR - Adolf Lasson, Der Satz vom Widerspruch, Vortrag gehalten in der Philosophischen Gesellschaft zu Berlin am 28. April 1883, Halle/Saale 1885