p-4ra-2GoedeckemeyerLippsJerusalemA. Lasson    
 
OTTO von der PFORDTEN
Versuch einer Theorie
von Urteil und Begriff

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    I. Einleitung
II. Vorstufe des Urteils
III. Impersonalien und Existenzialsätze
IV. Wesen des Urteils
V. Gültigkeit - Definition
VI. Frage - Negation
VII. Eindruck und Begriff
VIII. Beschreibung und Erklärung

"Auch der  Zweck  ist bei der Begriffsbildung bewußt vorhanden; der ursprünglichste  Wille zur Wissenschaft,  was ich mit den Worten Ordnung, Abgrenzung, Untersuchung zu treffen suche."

"Und so läßt sich das ganze Leben teilen in eine Sphäre der Eindrücke und eine Sphäre der Begriffe. Das praktische Verhalten des Menschen benutzt die Begriffe, aber es ruht nicht auf ihnen, ist in seinem Wesen nicht durch sie bedingt. Nur die intellektuelle Tätigkeit, in specie die Wissenschaft, bedarf der Begriffsbildung."

"Das einzelne Individuum als solches geht niemals in die Begriffsbildung ein, wird von ihr nie direkt erfaßt und begriffen; von ihm kann man nur Eindrücke haben. Es gibt nur  Allgemeinbegriffe,  die man an das Individuum anlegt und es dadurch beschreibt; eine Erklärung des einzelnen Dings als solchem ist überhaupt unmöglich. Von den Individuen gewinnt man nur beliebig viele Eindrücke, nicht aber einen  einzigen,  der geeignet wäre, als Begriff  des  Individuums festgesetzt zu werden."

"Was kann ein  Begriff des einzelnen Menschen  den direkten Eindrücken noch hinzufügen oder Wertvolles daraus gestalten? Ein einzelner Eindruck kann das Geistige im Menschen ebensowenig zusammenfassen als die Beschreibung; wollte man einen Begriff Goethe konstruieren aus der Aufzählung von Werken und Lebensdaten, so gäbe man doch nichts andrees als eine Aufzählung und Benennung dieser Werke. Und sobald man weiter geht, etwa zum  weimarischen Minister  oder  Frankfurter Patriziersohn,  so bekommt man den Begriff eines Ministers, eines Patriziers, aber nicht den des Individuums Goethe. Dieses ist etwas schlechthin Einzelnes, seiend Gewesenes, absolut Vergangenes; es ruft eine Menge Eindrücke hervor, aber einen einzigartigen; alle echten Begriffe sind dauern, nicht real und dennoch lebendig, immer wieder entstehend; z. B.  Dichter." 

"Wenn irgendwo, so haben wir hier etwas,  was nur genannt,  aber nicht erklärt werden kann."


VII. Eindruck und Begriff

Bei der Theorie des Begriffs ergibt sich für seine Entstehung eine ganz ähnliche Schwierigkeit wie beim Urteil. Nimmt man den Begriff "Begriff"  so weit,  daß er in alle psychologischen Anfangsstadien hinabreicht, so unterscheidet er sich nicht mehr vom Urteil und man muß dann, wie WUNDT es tut, Urteil und Begriff als gleichzeitig entstanden denken. Dieselben Erwägungen, wie beim Urteil, führen mich dazu, Begriff und Urteil scharf zu trennen (1) und ein Vorstadium anzunehmen, das ich mit  Eindruck  bezeichnen möchte: Es ist eine Kondensation von Urteilen; mehrere solche bezogen auf  ein  Ding oder  eine  Bewegung. Von den unbewußten ersten Eindrücken der Psychologie unterscheiden sich die  logischen  Eindrücke dadurch, daß sie, als auf Urteilen ruhend, immer bewußt sind. Es kann dann beim Eindruck bleiben oder ein fester Begriff entstehen.

Wieder deutet die Sprache, als Gesamt- Selbstbeobachtung gedeutet (siehe Abschnitt II), auf diese Sachlage hin. Wir sagen: "ich kann es noch nicht begreifen" oder "ich habe mir noch keinen Begriff davon gebildet". Dabei haben wir uns aber schon längere Zeit mit dem Gegenstand beschäftigt, vielleicht mehrfach geurteilt und das deutliche Bewußtsein, schon etwas Geistiges zu besitzen. Nur  noch  keinen klaren Begriff, sondern einen Eindruck. Der Unterschied ist ähnlich wie zwischen Kombination und Urteil; das Wesen dieses Unterschiedes die gültige Feststellung, nur beim Begriff eines Eindrucks.

Ein Eindruck hält anstelle mehrerer vorhergegangener Urteile, die sich alle auf  ein  Subjekt (Ding  oder  Bewegung; beides dient der Begriffsbildung) beziehen,  ein  Urteil fest. Das braucht nicht immer, wie WUNDT (2) ausführlich entwickelt, die logische Abstraktion der zugrunde liegenden Urteile zu sein; der Begriff ist oft "eine einzelne Eigenschaft, die keineswegs eine konstante zu sein braucht". Erst der logisch und wissenschaftlich möglichst  richtige  Begriff (siehe Richtigkeit des Urteils) enthält die wesentlichste Eigenschaft, sucht "das Wesen" des Dings zu treffen;  ursprünglich  genügt irgendein Urteil, wenn wir es nur als Symbol der anderen Urteile für uns festsetzen. Darum tritt so leicht das einzelne Wort für den Begriff ein; aber man kann ihm zunächst nie ansehen, ob es nur eine urteilslose erste Benennung oder  schon  einen Begriff bedeutet. So in dem an die Spitze gestellten Automobil-Beispiel; beim ersten Erblicken dieses Dinges kann das (von einem andern gehörte und dann nachgesprochene) Wort zuerst  nur  als Zeichen (3) wirken (die names oder terms der englischen Logik); später bedeutet dasselbe Wort einen aus Urteilen entstandenen wirklichen Begriff. Sobald es dann erklingt, löst es alle konstruierenden Urteile sofort wieder mit aus.

Nicht aber Anschauungen oder Vorstellungen; es ist ein vergebliches Bestreben, dem Begriff oder dem Allgemeinen (4) eine anschauliche Vorstellung unterlegen zu wollen. Das Wort  Atom  (name, term) erweckt zunächst den wirklichen Begriff eines kleinsten Masseteilchens; das Zeichen ist gleichgültig und könnte auch anders lauten (z. B. Partikel). Dann löst dieser Begriff die ihm zunächst zugrunde liegenden Urteile aus; etwa: alle Körper bestehen aus kleinsten Teilchen, die wir Atome nennen. Eine Vorstellung erweckt der Begriff nicht; sich ein Atom vorzustellen, ist unmöglich, so gut als das Dreieck LOCKEs. Aber die Funktion des Begriffs ist nur die Auslösung von Urteilen, an deren Stelle er getreten ist. Erst wenn man durch alle Reihen von Urteilen zurückgeht, trifft man schließlich auf eine  Anschauung;  beim Atom etwa eines Sandkorns im Gegensatz zu einem Berg oder des Spaltens eines Haares. Darauf ruht ein erstes Urteil, das dann weiterführt bis zu einem anderen, etwa des Inhaltes: wie sich ein Berg zum Sandkorn verhält, so dieses zum Atom. Aber diese Urteilsreihe mitsamt ihrem Untergrund einer Ding-Anschauung ist völlig unbewußt geworden; der Chemiker denkt beim Wort Atom gar nicht mehr an ein Ding, sondern nur mehr den Begriff, den er in Beziehung zu körperlichen Dingen setzt. Das ursprünglichste Urteil ruht auf Anschauung; der Begriff löst nur mehr Urteile aus.

Zur Begriffsbildung (5) dienen lediglich positive Urteile; auch hier zeigt sich die Minderwertigkeit der Negation, daß aus negativen Urteilen weder Eindrücke noch Begriffe  direkt  hervorgehen; sie dienen nur indirekt der Gewinnung positiver Urteile.

Eindruck und Begriff unterscheiden sich auch in erkenntnistheoretischer Beziehung; nur bei den Begriffen kann eine metaphysische Anlage zu ihrer Bildung angenommen werden.

Eindrücke entstehen lediglich durch die Verwertung unserer Anschauungen in Urteilen, so daß sie als geistige Vorstellungen jederzeit reproduzierbar werden; die besondere Eigentümlichkeit, die zum Universalienstreit und seiner modernen Erneuerung z. B. durch HUSSERL geführt hat, ergibt sich erst bei den Begriffen beziehungsweise der sogenannten Abstraktion. Keinesfalls enthebt uns eine Anlage a priori unseres Geistes auf die Begriffsbildung hin der Mühe, die einzelnen Eindrücke zu festen Begriffen zu formen.

Es wäre also hier zu definieren:

Ein  Eindruck  ist die Zusammenfassung mehrerer Urteile (unter Beziehung auf ein gemeinsames Subjekt) zu einem einzigen, eventuell recht ungenügenden und oberflächlichen, das an ihre Stelle tritt und sie jederzeit wieder hervorrufen kann.

Ein  Begriff  ist die Feststellung eines als wertvoll erkannten Eindrucks als für unbestimmte Zeit maßgebend zum Zweck einer Ordnung der gesamten Eindrücke, ihrer Abgrenzung und Untersuchung.

Auch Begriffe verändern sich; daher sage ich nur für "unbestimmte" Zeit; bei Urteilen wird an deren eventuelle Wiederholung nicht gedacht. Aber der  Wille  zu einer möglichst langen Beibehaltung ist bei der Begriffsbildung vorhanden und auch das unterscheidet sie vom Urteil. Beim Eindruck, den eventuell ein anderer für immer auslöscht oder verdunkelt, denkt man noch gar nicht an eine Beibehaltung.  Begriffe  sind gleichsam gemünzte Eindrücke und bleibende Urteile. Der psychologische Korrelatbegriff zu "Eindruck" ist: Vorstellung.

Auch der  Zweck  ist bei der Begriffsbildung bewußt vorhanden; der ursprünglichste "Wille zur Wissenschaft", was ich mit den Worten Ordnung, Abgrenzung, Untersuchung zu treffen suche. Man kann das ausführlicher erörtern, doch genügen diese Begriffe wohl zur Klarstellung. Vielleicht ist  hier  überhaupt die Stelle, wo sich menschlicher von tierischem Verstand scheidet: Tiere haben Eindrücke, nur der Mensch bildet bewußt Begriffe. Etwas dem Urteil mindestens Nahestehendes besitzen auch die Tiere; auch HUSSERL meint (Logische Untersuchungen I, Seite 194), "das tierische Handeln wird bestimmt durch Vorstellungen und Urteile". (6) Aber sie vermögen keine Ordnung in ihre Urteile zu bringen, nicht bewußt das  Ganze  ihrer Eindrücke zu untersuchen unternehmen und es für die Dauer festzulegen. Ich nehme also an, daß Eindrücke, da sie auf Urteilen beruhen, zwar auch schon den  Willen  zum Denken, bzw. die Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, aber nicht den echten, zielbewußten, speziellen Erkenntnistrieb, das Aufsuchen neuer Erkenntnis, zu dem die Ordnung des Vorhandenen Voraussetzung ist.

Wenn man so häufig Eindrücke (oder ähnlich benannte Stadien) und wirkliche Begriffe identifiziert hat, so übersah man, wie mir scheint, daß der größere Teil des sogenannten  Lebens  (7) der Begriffsbildung (im engeren Sinn des Wortes) gar nicht bedarf, daß also der Unterschied in seinen Konsequenzen ein durchgreifender ist. Er ist besonders auffällig in unserem "Verhalten zum einzelnen  Individuum."  Denn Eindrücke können sich auf Individuen oder auf das Allgemeine darin beziehen; Begriffe aber  nur  auf das Allgemeine.

Es sei zum Beispiel ein bestimmter einzelner Baum im Garten gegeben. Man hat ihn eventuell selbst gepflanzt, beobachtet sein Wachstum, betrachtet ihn, eventuell mit Liebe, malt ihn, beschneidet ihn, versetzt ihn oder haut ihn schließlich um und verbrennt ihn - zu alledem ist der Eindruck dieses Baum-Individuums zweifellos vonnöten. Allerlei Urteil über Größe, Farbe, Festigkeit, Brennbarkeit usf. sind vorhergegangen. Aber wirkliche Begriffe sind  nicht  dazu nötig. Das praktische Leben, ja selbst die bildende Kunst in ihren  einfachsten  Erscheinungen bedürfen der Begriffsbildung nicht. (8)

Das soll natürlich nicht heißen, daß nicht im entwickelten Stadium der Kultur jede solche Tätigkeit mit Begriffsbildung arbeitet; es frägt sich nur, ob sie  wesensnotwendig  damit verbunden ist. Ich sehe hier einen einschneidenden Unterschied. All das kann der einzelne Mensch mit dem einzelnen Baum tun ohne Rücksicht auf andere Menschen (eventuell ROBINSON CRUSOE auf seiner Insel) und auf andere Bäume; es ist  nicht  nötig, dazu den Allgemeinbegriff "Baum" zu bilden; er  könnte  der einzige auf der Insel sein. Die nötigen Urteile können subjektiv gebildet werden, ohne Aussprache gegen dritte; das gesamte angedeutete praktische Verhalten erfordert an sich weder Ordnung noch Abgrenzung des Eindrucksvorrates. (9)

Erst wenn der  Erkenntnistrieb  in Aktion tritt, wird die Sache anders. Er vergleicht dieses Baum-Individuum mit anderen, mißt ihn nach Höhe und Durchmesser,  untersucht  ihn (anstelle der bloßen Betrachtung) und bildet Begriffe, die es dann wiederum an das Individuum anlegt. (Abstraktion und Anwendung der Begriffe) Dann wird auch der Maler Begriffe  benutzen;  aber zur primitivsten Form der Nachahmung in der Kunst (man denke etwa an die ersten Zeichenversuche des Hirtenknaben DEFREGGER) sind keine eigentlichen Begriffe nötig, nur starke Eindrücke.

Und so läßt sich das ganze Leben teilen in eine Sphäre der Eindrücke und eine Sphäre der Begriffe. Das praktische Verhalten des Menschen benutzt die Begriffe, aber es ruht nicht auf ihnen, ist in seinem Wesen nicht durch sie bedingt.

Nur die intellektuelle Tätigkeit, in specie die Wissenschaft, bedarf der Begriffsbildung.

Das führt in der Konsequenz zu einer Verengung des Begriffs "Begriff" und zu einem gänzlichen Fallenlassen des Begriffs  "Individualbegriff".  (10)

Das einzelne Individuum als solches geht niemals in die Begriffsbildung ein, wird von ihr nie direkt erfaßt und begriffen; von ihm kann man nur Eindrücke haben. Es gibt nur  Allgemeinbegriffe,  die man an das Individuum anlegt und es dadurch beschreibt; eine Erklärung des einzelnen Dings als solchem ist überhaupt unmöglich. (11) Von den Individuen gewinnt man nur beliebig viele Eindrücke, nicht aber einen  einzigen,  der geeignet wäre, als Begriff  des  Individuums festgesetzt zu werden.

Eine Übersicht über den Bereich des Individuellen, eine Art Klassifikation der Individuen soll das erläutern. Diese sind gleichsam die Beispiele zur Theorie der Begriffe; im Moment ist das eigentliche  Wirkliche  aber vergänglich; die Begriffe treffen das im Wechsel Bleibende, Allgemeine, aber nur im einzelnen Verwirklichte. Das Spiel der Individuen ist gleichsam die fortwährende Anwendung der durch die Begriffswelt gegebenen Möglichkeiten. Es ist zu untersuchen, wie man das Individuum überhaupt fixiert und ob dies durch  einen  einzigen Eindruck oder "Begriff" desselben geschieht oder nicht vielmehr nur durch eine Anzahl von Eindrücken oder durch Anlegung von "Begriffen".

Das höchste Individuum, der  Mensch,  kann durch seinen Namen, Geburtstag, Größe, Wohnort und Hausnummer als solches festgestellt werden; zu Polizeizwecken bei sonst unbekannten Individuen durch Proportionen, sogenannte besondere Merkmale, ganz neuerdings durch die Fingerabdrücke.

Also durch Maß, Zahl oder Form; oder ein darauf zurückzuführendes Kennzeichen. (Hotelnummer, Nummer im Zuchthaus] Soweit fällt alles unter die Begriffe: Benennung, Beschreibung, Kennzeichnung, die  an  das Individuum angelegt werden. Was kann ein  "Begriff des einzelnen Menschen"  den direkten Eindrücken noch hinzufügen oder Wertvolles daraus gestalten? Ein einzelner Eindruck kann das Geistige im Menschen ebensowenig zusammenfassen als die Beschreibung; wollte man einen Begriff "Goethe" konstruieren aus der Aufzählung von Werken und Lebensdaten, so gäbe man doch nichts anderes als eine Aufzählung und Benennung dieser Werke.

Und sobald man weiter geht, etwa zum "weimarischen Minister" oder "Frankfurter Patriziersohn", so bekommt man den Begriff eines Ministers, eines Patriziers, aber nicht den des Individuums GOETHE. Dieses ist etwas schlechthin Einzelnes, seiend Gewesenes, absolut Vergangenes; es ruft eine Menge Eindrücke hervor, aber einen einzigartigen; alle echten Begriffe sind dauernd, nicht real und dennoch lebendig, immer wieder entstehend; z. B. "Dichter".

Gehen wir herab zu einem einfachen, wenig differenzierten Menschen, so können wir kein besseres Resultat erwarten; der Begriff  eines  Bauern ist leicht aufzustellen; was man aber im Begriff eines  einzelnen  Bauern  mehr leisten  will, als eine Umschreibung und Ergänzung des Urteils "dieser Bauer" und persönliche Eindrücke, bleibt unklar.

Mit dem Menschen teilt das  Tier  die freie Beweglichkeit im Raum; ein einzelnes Schaf in einer Herde ist überhaupt nicht anders für uns zu definieren als durch  Zeigen  oder durch ein aufgebranntes  Zeichen.  Die kleinen Merkmale, die für die Tiere untereinander sicher existieren, entgehen uns; ein Schaf "sieht aus" wie das andere. Hier fehlt schon der Eindruck, umso mehr der Begriff.

Einzelne Bäume können wir  räumlich  bestimmen; ein einzelnes Gras aber überhaupt nicht mehr. Wie denkt man sich die Fixierung des Begriffs eines Grashalm- Individuums?  (Nicht Begriff des Grases; dieser ist ein Kollektivbegriff.)

In der  anorganischen  Natur begegnen wir zunächst den im Raum beweglichen Weltkörpern. Sonne, Planeten, Monde, Fixsterne sind Begriffe; unsere Sonne, unsere Erde, unser Mond, der Sirius sind Individuen. Sie werden durch astronomische Rechnung festgestellt und benannt; dann ist alles fertig, was darüber zu sagen wäre.

Wenn man sagt: "Ich habe einen Begriff vom Sirius", so ist das ungenau; man hat den Begriff eines Fixsterns und einen davon bezeichnet man mit einem Namen-Zeichen. Die Stelle im Raum, die ihre Bahn beschreibt, charakterisiert noch die Planeten; eventuell einzelne Eigenschaften, Helligkeit, rötliches Licht; bei der Mehrzahl der Stern-Individuen versagt auch das.

Auf unserem Planeten begegnen uns weiter Individuen in Gestalt der  einzelnen Berge.  (12) Was kann es bedeuten, der "Begriff" des Montblanc? Offenbar nur seine Beschreibung und Benennung. Eine Definition ergibt seine geographische Lage nach Länge und Breite, seine Höhe, etwa seine Form und die Namen der wichtigsten Gletscherströme, die von ihm ausgehen. Wir brauchen den  Begriff  eines Schneebergs (korrekter Gletscherberg), sonst nichts. Die Bergindividuen sind räumlich getrennt, aber wie die Sterne nur wenig durch Eigenschaften verschieden; einzelne prägen sich dem Bergsteiger wie menschliche Individuen durch ihre Form (charakteristische  Eindrücke)  ein; Matterhorn, Großglockner usw.; dies kann aber nicht zu einem Begriff führen.

Bei den  Kristallen,  die auch SIGWART als zweifellos charakterisierte Individuen auffaßt, kann man sich vorstellen, daß ein feines, speziell organisiertes Auge das Individuum als solches erkennt; bei einzelnen schönen Sammlungsstücken, den einzelnen Brillanten der Kronschätze, haben wir zweifellos direkte Eindrücke vom Individuum. De facto gleicht sicher kein Kristall völlig dem anderen. Aber diese Eindrücke logisch zu fassen, dürfte kaum gelingen. Es bleibt die übrige unorganische Natur und damit z. B. der  "Begriff des Goldes",  der in allen Lehrbüchern der Logik als Beispiel angewendet wird.

Ein  chemisches  Lehrbuch gibt zum Namen die Bezeichnung  An;  das Atomgewicht mit 195,74 den Schmelzpunkt mit 1064°, das spezifische Gewicht mit 19,33 bei 17 1/2° an. Dann folgen Angaben über sein Vorkommen, seine Gewinnung und Reindarstellung. Unter den Eigenschaften erscheint die gelbe Farbe, die es "in kompaktem Zustand" besitzt, Angaben über Härte und Geschmeidigkeit. Dann folgt die Beschreibung der Verbindungen des Goldes mit anderen Elementen.

Die gelbe Farbe, die in den Beispielen logischer Werke immer erscheint, ist ohne gleichzeitige chemische Feststellung gar nicht charakteristisch; für das Laienauge sieht Messing und Doublé, ja alle Fälschungen, genauso aus wie echtes Gold. Ja dieses  echte  Gold ist, durch eine Ironie des Schicksals, gar kein reines Gold, sondern eine  Legierung  von Gold und Kupfer. Reines Gold sieht selbst der Chemiker nur in einer mineralogischen Sammlung (gediegenes Gold) oder in einer Präparatensammlung zu Vorlesungszwecken (es müßte denn sein, er sei einer der wenigen, die mit Goldpräparaten selbst Versuche anstellen), die allermeisten Menschen aber im ganzen Leben niemals.

Wenn z. B. SIGWART (13) sagt, "im Begriff Gold würden die  Merkmale  schwer, gelb, glänzend, metallisch usw. gedacht", so ist zu erwidern, daß die genannten vier Merkmale niemals Gold ergeben, sondern  jede  Legierung mit Kupfer, auch die "gefälschteste", ebenso Messing (Kupfer und Zink). Ehe man sichere chemische Unterscheidungsmerkmale hatte, beruhte der vermeintliche "Begriff" Gold auch nicht auf einem logischen Prozeß, sondern auf äußeren, rohen und ungenauen Eindrücken, die zwar Gold notdürftig von anderen Metallen zu unterscheiden, aber logisch den verlangten Individualbegriff auch nicht zu leisten vermochten.

Aus solchen, gegenwärtig 77 (und einigen unsicheren)  Grundstoffen  oder Elementen setzt sich nun die ganze uns bekannte Erdmaterie zusammen. Und zwar in der Weise nach den Theorien der Chemie, daß sich die Atome entweder mit gleichartigen oder ungleichartigen verbinden; im Gold also Gold mit Gold verbunden erscheint, in Verbindungen dagegen mit Sauerstoff, Chlor usw. Dies ist die  chemische  Erklärung für SIGWARTs (14) Bemerkung: "in jedem Punkt eines Stückes Gold ist Gold". Das ist eben bei allen chemischen Verbindungen dasselbe; im Goldoxyd ist an jedem Punkt Gold und Sauerstoff verbunden. Chemisch betrachtet, könnte also  nur das Atom  den Begriff des Goldes geben; ob dasselbe noch "gelb" erscheint, ist sehr fraglich, da es diese Farbe nur in kompakten Zustand besitzt.

SIGWART möchte das  "unmittelbar Gegebene  begrifflich ausdrücken, ohne daß hypothetische Vorstellungen, wie die der Atome und Moleküle, zu Hilfe genommen werden kann". Aber wer hat ein Bedürfnis, die chemischen Grundstoffe in dieser Weise zu betrachten? Was kann bei unserer doch einmal vorhandenen chemischen Kenntnis "unmittelbar Gegebenes" bedeuten? Von der Legierung von Kupfer mit Gold, die wir als Zwanzig-Markstück in Händen halten, bekommt man nur einen  Eindruck.  Ein wissenschaftlicher "Begriff des Goldes" müßte mit unseren chemischen Kenntnissen übereinstimmen.

Nun ist natürlich ein Atom Gold kein Individuum, wie ein einzelnes Tier, aber doch eine  Individualform  der Materie. Ich schlage dafür den Ausdruck:  "zerschlagene Individuen"  vor. Ursprünglich ein Ganzes, sind sie nun scheinbar regellos in kleinsten Teilen über den Raum hin verstreut, ähnlich wie die Sternschnuppen die Trümmer eines Planeten-Individuums sind. Das wahre Individuum Gold wäre ein Goldklumpen, der sämtliches Gold der Erde umfaßte. Aber auch diese  Halb-Individal natur will es nicht gelingen, in einen  Begriff  zu fassen; die Beschreibung und Messung mittels fertiger Begriffe tut alles Nötige. Selbst wenn es einmal gelänge, die chemischen Grundstoffe ineinander überzuführen (womit sich die Phantasie seit der freiwilligen Umwandlung von Radium in Helium aufs neue beschäftigt), würde daran nichts geändert; die Grundstoffe bleiben spezielle Personifikationen, Erscheinungsformen der Materie, die uns gegeben sind und nur erkannt und festgestellt zu werden brauchen, um alles Wissenswerte über sie sagen zu können.

Und dasselbe gilt von den zahllosen, teils natürlich vorkommenden, teils künstlich hergestellten chemischen Verbindungen. "Ein Salz" ist chemisch und logisch ein Begriff; unser Kochsalz aber ein "zerschlagenes Individuum", ein Halb-Individuum, das aus Chlor und Natrium besteht und bestimmte Eigenschaften hat. Gewinnt man aus seinem Studium einen Begriff, so ist es der einer Säure, eines Alkalis, eines Salzes; nicht aber der des Chlornatriums. (15)

Nun kann man natürlich sagen, die Individualbegriffe seien eben die  vollendeten,  die idealen Begriffe, an denen nichts mehr zu deuten und zu streiten sei. Aber da ergibt sich die peinliche Antinomie, daß die Idealbegriffe gerade  diejenigen  werden, die die übrige Wissenschaft  gar nicht  braucht. Ohne Kollektivbegriffe kann keine Wissenschaft zum Ziel kommen, auch die Chemie nicht; die Physik braucht eine noch viel reichere Zahl. Den Begriff "Metall" kann die Chemie nicht missen; mit dem Begriff  Gold  wird sie nie etwas anzufangen wissen. Die Kollektivbegriffe bedürfen einer  Definition,  die sogenannten Individualbegriffe nicht. Oder eine Definition gibt eben nichts anderes, als die Beschreibung von Eigenschaften; das geschieht aber durch  Anlegen  von Begriffen  an  das Individuum.

Eine weitere geistige, ordnende, systematische Tätigkeit ist dazu nicht nötig; für den Begriff "Metall" muß man wählen, zusammenfassen, synthetisieren. Gold aber bliebe ganz das gleiche Element, auch wenn es das einzige "Metall" wäre und gar keine ähnlichen existierten. Für seine Beschreibung aber ist das Atomgewicht (16) nicht wichtiger als das spezifische Gewicht, die Härte oder der Schmelzpunkt; keiner von allen ergibt einen speziellen Begriff "Gold", der das Wesen (17) des Goldes selbst als eine Einheit faßte.

Endlich besteht eine entschiedene Ähnlichkeit der Verhältnisse bei den sogenannten Individualbegriffen und "den durch unmittelbare Empfindung oder innere Wahrnehmung anschaulich gegebenen Vorstellungselementen". SIGWART (18) sagt von ihnen, sie seien "etwas Einfaches und Letztes, wahrhaft Elementares (einzelne Farben, Töne, Gerüche). "Wenn irgendwo, so haben wir hier etwas,  was nur genannt,  aber nicht erklärt werden kann." Daraus folgt doch, daß man auch hier nicht vom "Begriff des Tones  a'''"  oder der bestimmten gelben Farbe, die die Natriumlinie im Spektrum angibt - reden kann; daß es auch im Bereich der Empfindungen solche  Halb-Individuen  den zerschlagenen entsprechend gibt, bei denen mit der  Benennung  und Beschreibung (die aber z. B. bei einem einzelnen Ton schon kaum möglich ist) alles getan ist. Physikalisch (nicht psychologisch) betrachtet, bietet ja die Fixierung keine Schwierigkeit; der bestimmte Ton hat seine bestimmte Höhe, die Natriumlinie ihre Wellenlänge. Gerüche aber haben sich der wissenschaftlichen Betrachtung überhaupt noch entzogen; und z. B. der spezielle Geruch einer Maréchal-Nielrose ist ein Unikum, von dem man einen  Eindruck  hat, das man demonstrieren und empfinden, aber weder analysieren, noch zu einem "Begriff" verwenden kann.

Will man den "Individualbegriff" um jeden Preis festhalten, so ergeben sich unerwartete Schwierigkeiten; so wenn SIGWART (19) meint: "Individualbegriff kann nur der heißen, durch dessen  Merkmale  schon die Einzigkeit eines ihm entsprechenden Objektes gegeben ist". Das könnte man vielleicht noch beim Menschen durch ein Raffinement der Merkmale zu erreichen hoffen; bei den Tieren sehe ich schon keinen Weg, die Einzigkeit eines bestimmten Schafes anders darzutun, als indem man es bei der Wolle faßt und zeigt - ein kaum logisch zu nennender Prozeß. Als  Beispiel  verfällt denn SIGWART an dieser Stelle auch auf den  Mittelpunkt der Welt;  dieser ist in diesem Sinne ein Individualbegriff. Also eine mathematische Konstruktion liefert das einzige gute Beispiel!

Sonst wird  niemals  versucht und das ist für die Sachlage höchst charakteristisch, einen sogenannten Individualbegriff als Beispiel auch  in Worte  zu fassen; er erscheint stets nur als ein theoretisches Postulat. Jedes wissenschaftliche, ja jedes Schulbuch ist angefüllt mit Definitionen von Allgemeinbegriffen - nirgends erscheint der Versuch, einen Individualbegriff (Goethe, Montblanc, Sirius, das einzelne Schaf usw.) in Worten zu geben - weil es eben unmöglich ist. Hätte jemand einen solchen, so wäre er imstand, das  Individuum,  von dem er Eindrücke hat, nicht nur zu benennen und zu beschreiben, sondern auch zu erklären. Das einzelne Individuum verhält sich aber wie ein Fisch, der stets durch die zu weiten Maschen des Begriffsnetzes entschlüpft und als solches niemals zu fassen ist.

Läßt man also den Begriff (20) "Individualbegriff" fallen, so kann der Unterschied von Eindruck und Begriff auch so definiert werden:
    -  Eindrücke  sind die Zusammenfassung von Urteilen über Individuen, die sich direkt ergeben. (Leben)

    -  Begriffe  (Allgemeinbegriffe) sind die Feststellung eines Eindrucks von Gemeinsamem (21) in mehreren Individuen und eine höhere Ordnung des Denkens, der zu einer anderen Ordnung der Wirklichkeit führt. (Wissenschaft)

LITERATUR - Otto von der Pfordten, Versuch einer Theorie von Urteil und Begriff, Heidelberg 1906
    Anmerkungen
    1) Auch hier ließen sich, wie beim Urteil, zahlreiche Belegstellen beibringen, die auf meine Auffassung hindeuten. Ich zitiere nur eine der letzten Definition von WILHELM JERUSALEM, Die Urteilsfunktion, Seite 22: "Begriffe sind Niederschläge von Urteilen" und HEINRICH RICKERT, Grenzen der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung, Seite 96: "Der Inhalt aller logisch vollkommenen naturwissenschaftlichen Begriffe  besteht aus  Urteilen". - BENNO ERDMANN, Logik, Seite 184f, gibt einen historischen Überblick über die Begriffstheorien. - JOHANNES VOLKELT, Erfahrung und Denken, nimmt Seite 324 eine  Vorstufe  des Begriffs an. Seine Ausführungen Seite 317f sprechen teils für, teils gegen die meinigen.
    2) WILHELM WUNDT, Logik I, 1. Abschnitt, 2. Kapitel, 3.
    3) Zum Beispiel im Begriff "Boykott" ein für uns sinnlos gewordener Name für den logischen Begriff (etwa: Kaufverhinderung). Die Auslösung der zugrunde liegenden Urteile erfolgt auch auf das sinnlose Wortzeichen hin; dieses muß vom logischen Begriff scharf auseinandergehalten werden. Die "Zeichen"  sind  nicht die Begriffe, sondern vertreten sie nur im Sprachgebrauch.
    4) Hier ist nur das sonst Begriff genannte "Allgemeine" verstanden; die "unbestimmt allgemeinen" Vorstellungen des Kindes (ERDMANN, Logik, Seite 96) sind keine Begriffe. Die Entwicklung des Vorstellens vom Allgemeinen zum Besonderen geht ihren Weg durch einschränkende und determinierende Urteile und deren Mitwirkung auf etwa schon gebildete Begriffe; diese ziehen aber aus den jeweilig vorhandenen Urteilen das abstrakter Allgemeine heraus; alles natürlich in unaufhörlicher Wechselwirkung. Vgl. auch ERDMANN, Seite 184, wo Begriffe definitorische Urteile voraussetzen.
    5) Zu einer Theorie der Lüge wäre zu bemerken, daß unrichtige Urteile einerseits zu unrichtigen Begriffen, aber auch nur zu Eindrücken führen können, auf denen (Täuschung) ein großer Teil des sogenannten Lebens beruth. Die Unrichtigkeit kann bewußt oder unbewußt sein; im ersteren Fall liegt ein Urteil zugrunde, das absichtlich umgekehrt wird (Lüge), im letzteren Fall wird die Unrichtigkeit erst sozial erkannt.
    6) Siehe auch JOHN LOCKE, Essay über den menschlichen Verstand II, Kap. 11, § 10 und OTTO LIEBMANN, Zur Analysis der Wirklichkeit, Seit 492f. Seine Beispiele Seite 507 und 508 sind nur  Eindrücke. 
    7) Vgl. HEINRICH RICKERT, Gegenstand der Erkenntnis, Seite 221. "Wer den Inhalt der Wirklichkeit kennen lernen will, ... der muß versuchen, möglichst viel davon zu erleben" usf.
    8) Von den anderen Künsten auch die Musik nicht; die Dichtkunst bedarf der Begriffe, legt sie aber nicht in wissenschaftlichem Sinne an und kann als ein Zwischenstadium zwischen Leben und Wissenschaft angesehen werden, das an die Phantasie appelliert.
    9) HEINRICH RICKERT, Gegenstand der Erkenntnis, Seite 222, sagt: Wir vollziehen  eine Art von  Begriffsbildung und Umformung, auch ohne daß wir Wissenschaft treiben, nämlich durch Unterscheidung von Wesentlichem und Unwesentlichem usw. Prinzipiell ist auch diese Art von Begriffsbildung nicht nötig, wenn sie auch tatsächlich sich meist dem praktischen Leben gesellen wird.
    10) Etwas ganz  anderes  ist: "Begriff des Individuums" als methodischer Begriff, d. h. die Feststellung, was wir unter dem Wort und Begriff Individuum überhaupt verstehen wollen. Siehe z. B. SIGWART, Logik II, § 78, Seite 256.
    11) Auch die sogenannten infmae species [unterste Arten - wp] treffen oder "erklären" niemals das Individuum als solches; es ist Zufall, sollte eine solche tatsächlich nur ein Objekt umfassen. WUNDTs Ausführungen (Völkerspychologie I, 2, Seite 456f) lassen sich eher noch besser mit  Eindrücken  interpretieren.
    12) Von Meeren, Flüssen usw. gilt natürlich dasselbe.
    13) SIGWART, Logik I, § 41, Seite 337
    14) SIGWART, Logik II, § 78, Seite 245
    15) Wieder könnte nur die chemische Formel NaCl zur Begriffsbildung dienen; doch ist darin über das "Wesen" des Körpers als Salz, sein Aussehen, seine Eigenschaften nichts enthalten, das dieses Salzindividuum in seiner Einheit träfe.
    16) Die chemische Bestimmung der Elemente (z. B. im natürlichen System) durch das Atomgewicht benützt einen einzelnen Begriff zur Systematisierung, gibt aber damit nicht das Wesen oder die Einheit des Elementes.
    17) SIGWART, Logik I, § 33, Seite 264. "Die Einheit des Dings" usw.
    18) SIGWART, Logik I, § 41, Seite 347
    19) SIGWART, Logik I, § 42, Seite 359. Seine Bemerkung (Seite 361, daß der  empirische Umfang  eines Begriffes niemals für abgeschlossen zu halten ist, kann doch auch  nur  für Kollektiv-, niemals für Individualbegriffe gelten.
    20) Schon auf diesem elementaren Unterschied ruht der unvereinbare Gegensatz von begriffslosem, sogenanntem naiven  Realismus  und dem erkenntnistheoretischem  Idealismus,  der lediglich durch Begriffe und eine ganz einseitige Berücksichtigung des Begrifflich-Intellektuellen möglich ist. Was ich kurz "Leben" nenne, ist schlechthin realistisch.
    21) Siehe BENNO ERDMANN, Logik, Seite 48: "Abstraktion ... ist Aufmerksamkeit auf das Gleiche, das im Verschiedenen ... vorgestellt wird."