Materie
Der Materialismus
p-2siehe auch Realität, Abstraktion, Tod, Zeit und Raum, Geist, Energie, Konsum

001 Die materielle Welt ist die Welt, die gemessen wird oder meßbar ist.

002 Wissen ist stofflich, was bedeutet, daß es an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit nur eine bestimmte Menge gibt.

003 Die Materie ist auch nur ein Wort von dem wir annehmen, daß ihr in der Wirklichkeit etwas entspräche.

004 Der Materialismus ist der Auffassung, daß nur physische Objekte existieren und daß die sog. geistigen Phänomene in den Termini der bewegten Materie vollkommen beschreibbar sind.

005 Das Gesetz der Materie und alles Zusammengesetzten ist das Gesetz der Sterblichkeit.

006 Der Körper ist die Polizei des Geistes.

007 Die Materie ist das Reale an Raum und Zeit.

008 Materie und Energie sind nur Zustandsformen ein und derselben Sache und austauschbar.

009 Die kleinsten Bestandteile der Atome sind keine Materie, sondern Energie.

010 Der Austausch von Energie hat materielle Veränderungen zur Folge und materielle Veränderungen bedingen den Austausch von Energie.

011 Der reine Geist ist ausschließlich aktiv, die reine Materie ausschließlich passiv.

012 Die Menschheit wird von zwei Grundprinzipien geleitet: Hunger und Liebe.

013 Ordnung ist keine Eigenschaft der Materie, sondern muß ihr von außen auferlegt werden.

014 Das Verbrechen ist zuerst ein materieller Vorgang, eine materielle Beziehung.

015 Dem naturwissenschaftlichen Vorbild zu folgen heißt fast immer das Bewußtsein zu verdinglichen.

016 Mein Körper ist zunächst lediglich ein Gedanke, den mein Geist denkt.

017 Die Dinge beherrschen den Menschen, das Haben das Sein.

018 Die wirkliche Einheit der Welt besteht in ihrer Materialität.

019 Nie und nirgends hat es Bewegung ohne Materie gegeben. Alle Ruhe und jedes Gleichgewicht hat nur Sinn in Bezug auf diese oder jene bestimmte Bewegungsform.

020 Satan ist der Vertreter des materiellen Konsums.

021 Ein Organismus, der auf die Befriedigung der materiellen Bedürfnisse reduziert ist, fällt seelenlos auseinander.

022 Absolute Ruhe ist nur denkbar, wo keine Materie ist.

023 Materie ohne Bewegung ist ebenso undenkbar, wie Bewegung ohne Materie.

024 Der Geist hat keinen Ort im Raum.

025 Ein Ding hat keine eigene Subjektivität.

026 Alles Geistige drängt nach Verleiblichung.

027 Materie - mater - mutter

028 Der Machtzweck ist allen materiellen Zwecken übergeordnet.

029 Atome sind keine Dinge mehr.

030 Alle Arten der Materie neigen in gewissem Grad dazu Gewohnheiten auszubilden.

031 Je allgemeiner, desto geistiger und körperloser wird ein Begriff.

032 Wenn wir der Materie auf den Grund gehen, stellen wir fest, daß sie keine Ausdehnung hat.

033 Jeder Körper ist eine Zusammensetzung letzter Teile, die durch Anziehungskraft zusammengehalten werden und keiner weiteren Analyse fähig sind.

034 Die Bürokratie macht das Leben so materiell wie möglich.

035 Die Zusammenarbeit zwischen Menschen ist schwieriger, als der Umgang mit Dingen.

036 Der Geist ist einfach wichtiger als das Fleisch.

037 Die reinste Form mit der leichtesten Hülle ist die Idee, die am wenigsten förmliche Materie ist die sinnliche Empfindung.

038 Auf der subatomaren Ebene existiert Materie nicht mit Sicherheit an bestimmten Orten.

039 Nach der Quantentheorie ist die Materie immer in einem Bewegungszustand.

040 Quantennatur der Materie.

041 Buddhisten fassen ein Ding als Vorgang und nicht als Ding oder Substanz auf.

042 Die europäische Philosophie sucht die Realität in der Substanz, die chinesische in der Relation.

043 Materie und Raum sind untrennbare und zusammenhängende Teile eines einzigen Ganzen.

044 Materielle Objekte sind keine selbständigen Einheiten, sondern untrennbar mit ihrer Umgebung verkettet.

045 Kraft und Materie haben ihren Ursprung in den dynamischen Strukturen, die wir Teilchen nennen.

046 Die Vorstellung von den Grundbausteinen der Materie ist nicht länger haltbar.

047 Der Stoff ist immer besondert, während die Form dem Allgemeinem eigen ist.

048 Fehlt die moralische Autorität, so treibt die materielle Ordnung zur Anwendung von Schrecken oder Bestechung.

049 Der Materie ist ein Hang zu Trägheit eigen.

050 Der Fetischglaube vergöttlicht den Stoff.

051 Unser Körper hat eine andere Geschichte, als unser Geist.

052 Materialismus ist die Einstellung, bei der die physikalische Welt völlig eigenständig abläuft.

053 Materialisten behandeln das Bewußtsein als wäre es eine einfache quantitative Angelegenheit.

054 Die Materie ist Inbegriff alles Gegenständlichen, der Raum Inbegriff alles Nichtgegenständlichen.

055 Der Körper des Menschen ist von seinem Geist abhängiger, als diesem bewußt wird.

056 Was die Kraft des Stoffes hervorbringt ist alles dem Tod verfallen.

057 Begreifen ist Vergegenständlichen und damit Mechanisierung.

058 Das Reich des stofflichen Lebens gehört der Frau.

059 Herakles als Vertreter des männlichen Prinzips befreit die Welt von der Herrschaft des Stoffs.

060 Von jeher hat der Mensch versucht, die Natur der Welt von zwei entgegengesetzten Enden zu erforschen: durch Erforschung der Materie und durch die Erforschung von menschlicher Seele und Geist.

061 Für die materielle Natur gilt das Prinzip der Kausalität.

062 In der Relativitätstheorie haben wir es mit einer Struktur zu tun, nicht mit dem Materialen.

063 Elementarteilchen sind Urbilder und Ideen der Materie.

064 "Was wir Materie nennen, ist ein gewisser gesetzmäßiger Zusammenhang der Empfindung."

065 Die Materie ist der Grund alles Bösen.

066 Eine Materie ohne Form und Bewegung ist eine Fiktion, eine unwirkliche Abstraktion.

067 Das "etwas" ist nur als eigenschaftliches, eigenwilliges.

068 Das Wesen der Materie besteht in der Ausdehnung.

069 Materie ist immer begrenzt.

070 Der Nominalismus war erster Ausdruck eines Materialismus.

071 Der Materialismus ist eine gottlose Lehre.

072 Materie ist ausschließlich durch den Zweck, dem sie dient, wertvoll.

073 Alles, was zum Bereich der Materie gehört ist faktisch, alle Werte stammen aus geistigen Essenzen.

074 Einstein entdeckte die Identität von Materie und Energie. Die Materie ist in Wirklichkeit nur eine bestimmte Zustandsform der Energie.

075 Materieller Besitz ist notwendig, weil sich kein Mensch ohne selbigen erhalten kann, aber wirtschaftliche Motive sind immer verdächtig.

076 Der eine Wille vom Fleische, der andere vom Geiste.

077 Der Materie haften schon immer die Attribute des Bösen, Dunklen und Satanischen an.

078 Gesetzmäßigkeit können wir dem Material nicht einfach aufzwingen.

079 "Die Materie ist nichts als eine Kollektion von Vorstellungen."

080 Alles, was zum Materialen gehört ist letzten Endes subjektiv.

081 Idealisten behaupten, daß alles, was als Materie erscheint in Wirklichkeit etwas Geistiges ist.

082 Wenn wir uns eine bloß materielle Welt vorstellen, dann gibt es keinen Platz für die Falschheit in dieser Welt.

083 Die reine Materie ist undefinierbar.

084 Für den Herrschenden wird jeder Mensch zum Material.

085 Die Materie ist das Prinzip der Vielheit und Individuation.

086 Für jeden Körper ist eine Lokalisation wesentlich.

087 Die ungeformte Materie entbehrt jeder Einheit.

088 Notwendigkeit ist alles, was aus der Tatsache ableitbar ist, daß es Materie gibt.

089 Jedes Ding fängt mit der Zeit an.

090 Ein Streben, welches nur auf die Werte dieser Welt geht ist böse.

091 Alles Reale ist zeitlich.

092 Knechtet uns lieber, aber macht uns satt.

093 Schwere entspricht der Substanz der Materie, Freiheit der des Geistes.

094 Freiheit als Ziel zu setzen ist die Ideologie des Materialismus.

095 Der Materialismus besteht darin, zu glauben, daß alles Objekt ist, alles äußerlich, alles Sache.

096 Ungewißheit und Unvoraussehbarkeit gehören zum Wesen der materiellen Welt.

097 Dem Materialismus kommt das gewaltige Verdienst zu, die theologischen Mauern eingerannt zu haben.

098 Warencharakter der menschlichen Beziehungen.

099 Aus moralischer Hinsicht muß man sich darüber einig sein, daß die Versorgung mit Wirtschaftsgütern kein Maßstab für die Errungenschaften der Menschheit ist.

1s00 "Auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift."

101 Der Materialismus ist eine Weltanschauung, die die Materie als primäre Wirklichkeit setzt und nicht die Ideen und das Bewußtsein.

102 Immaterielle Güter unterliegen keinem Verschleiß oder Verbrauch und sind unbegrenzt nutzbar.

103 Das Gerechtigkeitsgefühl ist auf die Verteilung der materiellen Güter gerichtet.

104 "Trägheit ist die Dummheit des Körpers, Dummheit ist Trägheit des Geistes."

105 Geschlechtliche Liebe ist das machtvollstes Erlebnis der Körperlichkeit.

106 Essen ist magischer Vorgang und Mysterium, der das Leben erhält.

107 "Die Menschen eignen sich umso besser als Material, je weniger sie denken."

108 Materielle Interessen als Wurzel des Konflikts.

109 Mit dem Hunger fängt das Interesse allemal an.

110 Was wir Materie nennen, ist nur das an den Dingen, was unsere gegenwärtigen Organe auffassen können.

111 Das Finstere in der Natur ist das Materielle, ist das Irrationale im Unterschied zur Intelligenz.

112 Der Leib ist den Gesetzen der Objekte unterworfen.

113 Ursache und Wirkung ist das ganze Wesen der Materie.

114 Der Materialismus setzt die Materie, und mit ihr Zeit und Raum, als schlechthin bestehend, und überspringt die Beziehung auf das Subjekt.

115 Die Grundabsurdität des Materialismus besteht darin, daß er vom Objektiven ausgeht.

116 Lenin zieht einen klugen Idealismus einem dummen Materialismus vor.

117 Die reine Materie ist das, was übrig bleibt, wenn wir vom Sehen, Fühlen und Schmecken etc. abstrahieren. Was wir sehen, fühlen oder schmecken ist nicht die Materie, ein Stein, oder Salz usw.

118 Die Materie ist eine Abstraktion.

119 Der Materialismus hält die Natur für das Ursprüngliche, der Idealismus nimmt das Gegenteil an.

120 Der Materialist nimmt eine ansich existierende Materie an.

121 Die Materie als Quelle allen Leidens und das allgemeine Band der Menschen.

122 Wenn das Volk nicht mehr für seine materiellen Lebensbedürfnisse sorgen muß, ist es kein Volk mehr.

123 Sinnliche Qualitäten wie Farben und Töne etc. sind nur für das wahrnehmende Subjekt vorhanden.

124 Das Urschema der Substantialität ist Personalität.

125 Das "../../b-u-t/221149/wbdin.html" target="_blank">Ding" ist nur der ersehnte Ruhepunkt für unser Denken.

126 Das Atom ist eine notwendige Vorstellungsweise für einen unbekannten Sachverhalt.

127 Güter sind anscheinend wichtiger als Menschen.

128 Der Materialismus hat die Tendenz, die Liebe, den Respekt, die Sympathie, den Glauben und weitverbreitete Ansichten über die Qualität des Lebens zu Illusionen zu degradieren.

129 Entschluß, nur diejenigen Dinge als wirklich anzusehen, die in dem Leben, das wir Leben wollen, eine wichtige Rolle spielen.

130 Krankheiten auf materielle Störungen zurückzuführen; der Materialismus und sein besonderer Einsatz in der Medizin.

131 Erlebnisse, Denken, Empfindungen und Schmerzen lassen sich nicht materialistisch analysieren.

132 Eine materialistische Psychologie ist zum Scheitern verurteilt.

133 Man weiß viel über materielle Gegenstände, aber sehr wenig Über Bewußtseinsvorgänge.

134 Die Welt besteht aus zwei Bereichen: der äußeren materiellen und der inneren Bewußtseinswelt.

135 Unser Wissen von der Außenwelt bleibt immer hypothetisch. Die innere Bewußtseinswelt dagegen ist direkt erfahrbar.

136 Die Grundeigenschaften der Materie können wir nicht erkennen.

137 Die Materie galt als Grundlage allen Seins. Man meinte, komplexe Phänomene könnten immer verstanden werden, wenn man sie auf ihre Grundbausteine reduziert und nach dem Mechanismus sucht, der diese Einzelteile zusammenwirken läßt.

138 "Geist und Materie sind sich gegenseitig einfaltende Projektionen einer höheren Wirklichkeit, die weder Materie noch Bewußtsein ist."

139 Für Descartes war das materielle Universum eine Maschine und nichts als eine Maschine. In der puren Materie gab es weder einen Sinn noch Leben, noch Spiritualität. Die Natur funktionierte nach mechanischen Gesetzen.

140 Die objektive Naturbeschreibung beruth auf dem starren Determinismus einer kartesianischen Unterscheidung von Geist und Materie.

141 Der Begriff der Materie bedeutet erkenntnistheoretisch nichts anderes, als die objektive, unabhängig vom menschlichen Bewußtsein existierende und von ihm abgebildete Realität.

142 Die Grundlinie der klassischen deutschen Philosophie ist der Kampf gegen den philosophischen Materialismus.

143 Die Aufhebung der Interessengegensätze ist die Abschaffung des Materialismus.

144 Ein hungriger Magen hat eine größere Autorität, als alle Theorien zusammen.

145 Wir halten unerschütterlich an der Überzeugung fest, daß alles, was unser Erkenntnisapparat meldet, "wirklichen" Gegebenheiten einer objektiven Welt entspricht.

146 Die Schemata sind die aufs Material aufgelegten Raster.

147 Der geistige Überbau gehorcht dem materiellen Unterbau.

148 Unter Fortschritt versteht man fast nur den materiellen.

149 "Die Bewegung, in der sich die Sprache konstituiert, geht vom Stoff zur Form und wieder zurück zum Stoff. Sprache ist geformter Stoff und stoffhaltige Form."

150 Das quantitative Denken ist Materialismus profanster Art.

151 Was der Materialismus nötig hat ist Materie und immer wieder Materie.

152 "Das amerikanische System ist in den Händen des "Big Business" und wird von seinen vulgären Idealen beherrscht."

153 "Der Materialismus nimmt hartnäckig die Welt des Sinnenscheins für die Welt der wirklichen Dinge."

154 Die Menschenwürde kann niemals eine Frage des materiellen Besitzstandes sein. Der Anspruch auf Würde ist ein moralischer.

155 Der alte Begriff der Materie als einer toten, starren und trägen Substanz.

156 Protagoras steht am Anfang der antimaterialistischen Entwicklung, da er gezielt vom Subjekt und dem geistigen Wesen des Menschen ausging und nicht mehr vom Objekt.

157 Kapitalismus 'und' Kommunismus, beide Systeme beruhen auf Materialismus, Technokratie und einem engen Rationalismus.

158 Ein durch die Werbung derart angeheiztes Verlangen nach materiellen Gütern ist nicht mehr zu befriedigen.

159 Das Gesetz von der Erhaltung der Materie besagt, daß Materie weder geschaffen, noch zerstört werden kann.

160 Wir müssen lernen menschliche Werte höher einzuschätzen, als materielle.

161 Das mächtigste menschliche Vermögen ist die Fähigkeit zu nähren.

162 Das Bewußtsein läßt sich nicht aus stofflichen Erklärungen beschreiben.

163 Der Ökonom begreift die menschlichen Bedürfnisse materiell. Materielle Wünsche sind im Prinzip unersättlich. Die Psychologen halten die meisten Bedürfnisse für nicht-materiell.

164 Die Welt hat genug für unsere Bedürfnisse, nicht aber für unsere Begierden.

165 Kraft und Stoff sind nicht erklärbar. Auch das atomistische Erkennen ist nur ein Surrogat der echten Wirklichkeit.

166 Stoff nennen wir dasjenige an einem Ding, das sich nicht mehr weiter in Kräfte auflösen läßt.

167 "In den Begriffen von Kraft und Materie sehen wir denselben Dualismus wiederkehren, der sich in den Vorstellungen von Gott und der Welt, von Seele und Leib hervordrängt. Es ist, nur verfeinert, dasselbe Bedürfnis, welches einst die Menschen trieb, Busch und Quell, Fels, Luft und mehr mit den Geschöpfen ihrer Einbildungskraft zu bevölkern."

168 Im Prinzip ist kein allzugroßer Unterschied zwischen Materialismus und Idealismus. Ein konsequenter Materialismus führt uns unmittelbar an die Grenzen des Naturerkennens.

169 "Es geht ein Zug zum Materialismus durch unsere moderne Kultur, welcher jeden, der nicht irgendwo einen festen Anker gefunden hat, mit sich fortreißt. Philosophen und Volkswirtschaftler, Staatsmänner und Gewerbetreibende begegnen sich mit dem Lobe der Gegenwart und ihren Errungenschaften. Mit dem Lobe der Gegenwart verbindet sich der Kultus der Wirklichkeit. Das Ideale hat keinen Kurs; was sich nicht naturwissenschaftlich und geschichtlich legitimieren kann wird zum Untergang verurteilt."

170 "Der Materialismus hält sich mehr als irgendein andres System an die Wirklichkeit, d.h. an den Inbegriff der notwendigen, durch Sinneszwang gegebenen Erscheinungen."

171 "Es ist ganz unmöglich sich die letzten Elemente der Materie unabhängig von jedem Denken, allem Bewußtsein, allem dem unseren mehr oder weniger verwandten Leben vorzustellen."

172 Wie alle Systeme, die etwas über einen Grund der Dinge aussagen wollen, ist auch das materialistische ein metaphysisches.

173 Der Versuch, alles Seiende auf physikalische oder chemische Formeln zu bringen, ist aussichtslos.

174 Körper und Geist sind nicht zwei Arten der Wirklichkeit, sondern lediglich verschiedene Erscheinungsformen ein und derselben Sache.

175 Primat des Bios vor dem Logos.

176 der bürgerliche Kultus der materiellen Interessen, des Eigennutzes, des Geldes.

177 "... denn nur durch deine Selbstheit hat die Welt Macht über dich, und wenn du dieser Selbstheit abgestorben bist, bist du auch der Welt abgestorben."

178 die materiellen oder satanischen Kräfte.

179 Fast alle Menschen auf der Welt leben heute unter der Macht der materiellen Dinge.

180 Man kann die Vorstellung vom Ding herleiten, dann ergibt sich ein Sensualismus oder Materialismus, auf jeden Fall ein Dogmatismus. Wird das Ding von der Vorstellung hergeleitet, sprechen wir von Idealismus.

181 Der Materialismus behandelt physische Körper und ihre Bewegungen als die Urwirklichkeit. Der Idealismus dagegen sah diese Wirklichkeit im Geist oder in der Seele.

182 Für die Materialisten ist alles Bewußtsein physiologisch.

183 Die Grundbegriffe der mechanistischen Weltauffassung waren Materie, Raum, Zeit, Kraft, und kausale Gesetzlichkeit.

184 Unter Materie verstand man etwas Stoffliches, bestehend aus Atomen; unveränderliche, undurchdringliche, nicht mehr zerlegbare, also letzte Bausteine der gesamten Natur. Von solchen Vorstellungen hat die seitherige Entwicklung der Physik nichts übriggelassen. Wir haben erkannt, daß das Atom aus wesentlich kleineren Elementarteilchen besteht - zum weitaus größten Teil jedoch aus leerem Raum.

186 Materie und Energie werden als im Grunde identisch aufgefasst.

187 Der wichtigste Einwand gegen den Materialismus ist, daß es für ihn keinen Sinn geben kann.

188 Zum Wesen der Materie gehört die Bewegung.

189 Die Materie war Inbegriff alles Seienden und galt als objektive, d.h. vom erkennenden Bewußtsein unabhängige Realität.

190 Die Materie gibt es nur noch als mathematische Formel.

191 Der Realismus spricht von Dingen, der Idealismus spricht von Vorstellungen.

192 Die Materie ist als Prozess zu verstehen.

193 Das Wesen des Realismus besteht darin, hinter unseren Vorstellungen eine Ursache zu vermuten, die von diesen verschiedenen ist.

194 Die Materie spricht die Sinne an.

195 Eine Materie für sich genommen, unter Absehung aller Formen, kann es nicht geben.

196 "Ich habe die Welt überwunden."

197 "Ubi materia, ibi geometrica." (Wo Materie ist, ist Mathematik.)

198 Für den Materialisten ist der Mensch lediglich eine komplizierte Maschine.

199 Das psychophysische Problem, d.h. das Verhältnis von Körperlichem und Psychischem, wird auf ewig ein Geheimnis bleiben.

200 Der Weg allen Fleisches ist der Tod.

201 Was den Hunger betrifft gibt es keine Unterschiede.

202 Materielle Dinge sind lediglich das Produkt unseres Messens und Teilens. Alles messen aber ist bloße Abstraktion.

203 "Da der Mechanismus die Natur als tot und die Materie als passiv betrachtete, konnte er als Rechtfertigung für die Ausbeutung und Bearbeitung der Natur und ihrer Ressourcen dienen."

204 Ohne materielle Emanzipation kann es für niemanden eine intellektuelle oder moralische Emanzipation geben.

205 Unser Leib, das Lehn Satans.

206 Alle Materie bestand aus stofflich gleichartigen, nur quantitativ verschiedenen kleinsten Teilen.

207 Die mechanistischen Systeme leugnen jede spezifische qualitative Wirkung. Die Materie ist ihnen totes Substrat, das durch äußere Stöße bewegt wird.

208 Zur quantifizierten Materie gehört die quantifizierte Arbeitsleistung, die berechenbare Bewegung.

209 "Das Schema der Substanz ist die Beharrlichkeit des Realen in der Zeit."

210 "Allein, das schlechthin, dem reinen Verstande nach, Innerliche der Materie ist auch eine bloße Grille; denn diese ist überall kein Gegenstand für den reinen Verstand, das transzendentale Objekt aber, welches der Grund dieser Erscheinung sein mag, die wir Materie nennen, ist ein bloßes Etwas, wovon wir nicht einmal verstehen würden, was es sei, wenn es uns auch jemand sagen könnte. Denn wir können nichts verstehen, als was ein unsern Worten Korrespondierendes in der Anschauung mit sich führet."

211 der seelenlose Materialismus.

212 Beharrlichkeit gehört notwendig zum Charakter der Substanz. "In der Tat ist der Satz, daß die Substanz beharrlich sei, tautologisch. Denn bloß diese Beharrlichkeit ist der Grund, warum wir auf die Erscheinung die Kategorie der Substanz anwenden."

213 "Der Wille, nicht die ökonomische Bedingungen, ist die Grundlage seiner sozialen Revolution."

214 "Der Mensch ist Materie und kann die Materie nicht ungestraft verachten."

215 "Es ist gar nicht unwahrscheinlich, daß Materie und Quantität in Wirklichkeit dasselbe sind."

216 Newton faßte die 'sinnlich wahrnehmbaren Größen' als die materiellen Körper auf.

217 Die Newtonsche Mechanik beginnt mit dem Begriff Substanz. Sie nimmt an, daß jeder Körper aus einer bestimmten, durch Form oder Bewegungsänderungen nicht beeinflußbaren Menge 'Materie' besteht, die als seine 'Masse' bezeichnet werden kann.

218 Die Entthronung des Materialismus mußte wichtige Auswirkungen auf jeden Bereich des Denkens haben. (Die physikalische Energie ist ganz offensichtlich eine Abstraktion.)

219 "Wie kann man erklären, daß gegebene Materiekonfigurationen, die sich nach physikalischen Gesetzen im Raum bewegen, lebende Organismen bilden."

220 Die gegenständliche Welt ist im Geist gesetzt.

221 "Die Natur ist eine öde Angelegenheit, tonlos, geruchlos und farblos; nichts als das endlose und bedeutungslose Vorbeihuschen von Material."

222 Der vorherrschende Zug des gesamte Zeitraums von drei Jahrhunderten war, daß der Materialismus eine geeignete Grundlage für die wissenschaftlichen Begriffe bildete. Der Materialismus herrschte unangefochten.

223 Der wissenschaftliche Glaube, daß bewegte Materie die einzige konkrete Realität der Natur ist, muß als verheerender Irrtum betrachtet werden.

224 "Ordnung ist ganz sicher nicht eine Eigenschaft der Materie und muß ihr von außen auferlegt werden."

225 Materie ergibt sich aus der Vereinigung von Raum und Zeit durch die Kausalität.

226 "Die materielle Welt konnte bloß konstruiert werden um den Preis, daß das Selbst, der Geist, daraus entfernt wurde. Der Geist (mind, mens) gehört also nicht dazu und kann darum selbstverständlich die materielle Welt weder beeinflußen noch von ihr beeinflußt werden."

227 Dem natürlichen Denken eines einfachen Menschen von heute liegt die dualistische Auffassung der Relation zwischen Geist und Materie am nächsten.

228 "Denn die fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt. Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede. Denn fleischlich gesinnt sein ist eine Feindschaft wider Gott."

229 Keine Wissenschaft von der Materie kann logisch befriedigend ausfallen, wenn es sich bei der Materie um eine Abstraktion, d.h. um etwas im vollen Sinne nicht Wirkliches.

230 Der materialistischen Denkweise nach sind Krankheiten molekular verursacht.

231 So wie die Elektronen keine Dinge sind, so ist auch der menschliche Körper kein Ding.

232 Das Entstehen des Bewußtseins und des geistigen Lebens ist nicht aus den Atomen der Materie begreiflich.

233 Der Alltagsmaterialismus will uns versichern, Töne seien in Wahrheit Luftschwingungen, Erregungen des Akkustikus usw.

234 "Der richtig verstandene erkenntnistheoretische 'Idealismus' will lediglich sagen, daß es unmöglich ist, den zu erkennenden realen Gegenstand in jeder Hinsicht unabhängig vom erkennenden Subjekt zu denken."

235 In der begrifflichen, bzw. mechanischen Auffassung der Körperwelt ist alles Seiende quantitativ bestimmt.

236 Der Begriff der Substanz ergibt sich nicht ohne den Begriff der Identität.

237 "Hönigswald lästert über die fragwürdige Anschaulichkeit des 'dunklen Klumpens' den der Common Sense vor sich sieht, wenn von Materie die Rede ist."

238 "Was wir Materie nennen, ist nach Mach ein gewisser gesetzmäßiger Zusammenhang der Empfindungen."

239 die gemeine körperliche Wirklichkeit

240 "Substanz ist eine Idee. Substanz wird nicht bewiesen."

241 "Für das Ich ist die Psychologie, für die Körper die Physik zuständig. Die alte Frage nach der Realität der Außenwelt erledigt sich, weil sie sinnlos ist."

242 "Unbekümmert entdeckten die Physiker neue und kleinere Einheiten, die sogenannten Elektronen und Protonen, aus denen sich die Atome zusammensetzten; und diese Einheiten hielt man einige Jahre lang für unzerstörbar, wie zuvor die Atome. Leider zeigte es sich, daß Protonen aufeinandertreffen und explodieren können, wobei keine neue Materie, sondern eine Energiewelle entsteht. Die Energie mußte nun an Stelle der Materie die Rolle des Beständigen übernehmen. Doch ist Energie, im Gegensatz zur Materie, nicht etwa ein verfeinerter '../../b-u-t/221149/wbdin.html" target="_blank">Ding'-Begriff im Sinne des gesunden Menschenverstandes, charakterisiert vielmehr nur physikalische Vorgänge. Bei viel Phantasie könnte man sie als heraklitisches Feuer bezeichnen; doch ist Energie der Vorgang des Brennens, nicht das, was brennt. 'Das, was brennt' ist aus der modernen Physik verschwunden."

243 Für Marx ist die Beziehung des Menschen zur Materie die treibende Kraft und das wichtigste daran seine Produktionsweise.

244 "Alle Körper sind nur Gedankensymbole für Empfindungskomplexe."

245 Für den Hausgebrauch wird der vulgäre Begriff "Materie" verwendet.

246 In der instinktiven Auffassung werden die Körper als etwas Beständiges aufgefaßt.

247 Der Zusammenhang zwischen Geist und Körper ist unbegreiflich; die Gründe dieser Unbegreiflichkeit sind unwiderleglich.

248 Die Aktualitätstheorie soll eine Absage an die Substanz sein. Sie betont den Geschehens-, Ereignis- oder Verlaufscharakter des psychologischen Gegenstandes.

250 Der Seelenbegriff ist ein Unterscheidungsbegriff: Er zielt eine Grenze zum Körper hin.

251 "Die absolut denkfremde Materie ist beseitigt, sobald einmal erkannt und anerkannt wird, daß die bloße Behauptung, daß es eine solche Materie 'gibt', das Grundmoment des Logischen, das Grundmoment des Begriffs und Urteils in sich einschließt."

252 "Die Form gilt; sie 'erhöht' das Material zur Gegenständlichkeit."

253 "Die Gegenstandsform ist das logische Prinzip überhaupt. Das Material als solches ist das Alogische. Die Kategorie ist deshalb das logische Urphänomen."

254 "Nicht die Körper zeugen Empfindungen, sondern Empfindungskomplexe bilden die Körper."

255 "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele!"

256 "Das Materiefreie ist das Freie."

257 "Der Tastsinn reagiert auf die 'physikalischen' Eigenschaften der Körper, Geruch und Geschmack auf die 'chemischen' Beschaffenheiten. Der Tastsinn vermittelt das Erlebnis des 'Widerstandes der Materie', gleichsam das Urerlebnis im Erleben der Welt. In diesem Widerstand, wie er eben durch den Tastsinn erlebt wird, hat der Mensch die letzte sinnliche Evidenz der Realität eines Dings. '../../b-u-t/221149/wbdin.html" target="_blank">Dinge' erleben wir überhaupt nur durch ihn und aber auch den Gesichtssinn. Dieser jedoch 'entwirklicht' bereits die Dinge: der Mensch traut manchesmal seinen Augen nicht, wohl aber dem Griff seiner Hand. Er muß etwas 'begreifen' können, um seiner Existenz sicher zu sein. In der Richtung dieses 'Begreifenwollens' liegt die 'Substanzialisierungstendenz' des Denkens, der zufolge wir uns alles, was existiert und für uns - und unser 'objektives' Denken - wirkliche Existenz haben soll, als Existieren einer 'Substanz' denken müssen. Die 'Substanz' ist aber keine Seins-, sondern eine Denknotwendigkeit."

258 Das Wort "Ideologie" taucht zum ersten Mal bei den Enzyklopädisten Condillac und Destutt de Tracy. Bei ihnen bezeichnet es genau das, was der Name besagt: die Ideo-logie, d.h. die Lehre von den Ideen, den geistigen Gebilden im Gegensatz zu den Lehren von stofflichen Dingen und wahrnehmbaren Erscheinungen.

259 Die uns bekannten Partikel des Atomkerns sind in keiner Weise die kleinsten Teile der Materie, sondern in noch unendlich kleinere Wellen aufteilbar. Wheeler glaubt sogar, daß die kleinsten Einheiten energetisch belebte Teile sein könnten.

260 Körper sind nur Komplexe von Empfindungen.

261 Die Körperwelt und das Seelenleben sind im Grunde nur zwei verschiedene Bewußtseinsarten ein und derselben Wirklichkeit. Es handelt sich um eine rein begriffliche Zweiheit.

262 Substanz ist weniger Realität, als ein Gesetz.

263 "Wie die körperliche, so ist auch die seelische Welt nur eine abstrakte Begriffsbildung der Erkenntnis; sie sind beide etwas gedanklich Geschaffenes, begrifflich herausgelöst aus dem einheitlichen Tatbestand unseres Erlebens, Reflexionspunkte, aber nicht Arten von Realität."

264 "'Substanz' ist einer der am meisten vorherrschenden Begriffe bei unserem alltäglichen Ausblick auf die Welt der sinnlichen Erfahrung und es ist einer von denen, mit denen die Wissenschaft ständig auf Kriegsfuß steht. Die Substanz ist wesentlich positiv, im Gegensatz zur Form, die ganz unparteiisch positiv und negativ ist. Eine andere Eigenschaft der Substanz ist ihre Permanenz oder Halbpermanenz: und in dieser Hinsicht hat sich die Physik vom Substanzbegriff zwar freigemacht, aber ihn durch etwas nicht minder permanentes ersetzt. Daher beherrscht die Substanz noch immer unsere Denkweise: eine verwässerte Substanz, von der keine Eigenschaft übrigbleibt, außer ihrer Permanenz.

Damit die Zerlegung des Universums in seine Teile mit dieser Denkform übereinstimme, wird verlangt, daß sie keine flüchtige Zerteilung sei, sondern eine Trennung in Teile, in irgendeinem Grad von Permanenz haben. Die Permanenz wird wissenschaftlich in Erhaltungsgesetzen formuliert: Erhaltung der Masse, der Energie, des Impulses, der elektrischen Ladung. In Verbindung mit dem Atombegriff führt uns die Forderung nach Permanenz dazu, als letzte Elementarteilchen Einheiten (Protonen und Elektronen) anzuerkennen, die normalerweise und wahrscheinlich überhaupt unzerstörbar sind. Ferner haben wir in der Wellenmechanik, die es ausdrücklich mit der Wahrscheinlichkeit zu tun hat, eine Zerlegung in Elementarzustände vor uns, das heißt Wahrscheinlichkeitsverteilungen, die einen beträchtlichen Grad von Permanenz besitzen.

Infolge des Unterschiedes in den betreffenden zeitlichen Maßstäben hat die Permanenz in der Makrophysik eine andere erkenntnistheoretische Bedeutung als die Permanenz in der Mikrophysik. Im zeitlichen Maßstab der atomistischen Veränderungen ist ein Hundertstel einer Sekunde tatsächlich eine Ewigkeit. Ein Merkmal muß bei diesem Maßstab "ewig" sein, wenn es überhaupt im Zeitmaß gewöhnlicher menschlicher Wahrnehmung erscheinen soll. Man hat daher guten Grund, die dauernden Grundzüge mikroskopischer Systeme auszuwählen und die flüchtigen unbeachtet zu lassen. Sowohl die klassische als auch die moderne statistische Mechanik beruth auf dieser Überlegung, welche wahrscheinlich das älteste erkenntnistheoretische Prinzip ist, das in der Physik ausdrücklich anerkannt wird. In der Makrophysik aber bezieht sich die Permanenz auf eine viel längere Zeitspanne des Fortdauerns und daher liegt nicht derselbe Grund vor, die Aufmerksamkeit auf Merkmale zu konzentrieren, die permanent sind. Es ist ein natürliches Ergebnis unserer grobkörnigen Zeitwahrnehmung, daß unsere subjektive Formulierung physikalischen Wissens uns eine Auswahl auferlegt zugunsten eines Beharrens ungefähr bis zu einem Hundertstel einer Sekunde."

zuschriften
Hinweis: Bei den nicht näher gekennzeichneten Textstellen handelt es sich um Passagen, die in verschiedenen Quellen mehr oder weniger sinngleich auftauchen, so daß nicht klar ist, wer von wem abgeschrieben hat.