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1 x nachdenken, bitte!


A ist nicht gleich A.

Mensch ist nicht gleich Mensch.

Sache ist nicht gleich Wort.

Das Wort ist allgemein, die Sache individuell.

Die formale Logik ist die Quelle allen Unrechts.

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Johann Georg Hamann
Kant hat das Wort vergessen, ein Purismus der Vernunft von der Sprache aber ist unmöglich. Wer nicht in die Gebärmutter der Sprache, welche die Deipara [Gottesgebärerin] unserer Vernunft ist, eingeht, ist nicht geschickt zur Geistestaufe einer Kirchen- und Staatsreformation.

Gunnar Myrdal
Die erkenntnistheoretische Bereinigung ist vonnöten, um die Politik wirklich zu rationalisieren, d.h. vor allem, die Politik von der rationalistischen Chimäre zu befreien.

Thomas Dewar Weldon
Im Mittelpunkt steht die von allen klassischen Theoretikern für selbstverständlich gehaltene Annahme, daß zwischen den Worten und ihren Bedeutungen das gleiche Verhältnis besteht wie zwischen Kindern und ihren Eltern.

Ernst Topitsch
Fälschlicherweise glauben die Menschen, ihre Vernunft regiere über die Wörter, in Wirklichkeit aber übt die Sprache ihrerseits Macht über das Denken aus. Doch die philosophische Kritik hat die Aufgabe und Fähigkeit, diese Einflüße aufzudecken und unschädlich zu machen.

Fritz Mauthner
Ich verstehe unter Logokratie die nicht genügsam bekannte Tatsache, daß die Macht, der die Menschen mehr gehorchen, als irgendeiner anderen Macht, die Macht der Worte ist.

John Locke
Wie leicht Namen, die fälschlich für Dinge gehalten werden, den Verstand irreführen können, würde eine aufmerksame Lektüre philosophischer Schriftsteller überreichlich enthüllen, und zwar vielleicht gerade bei Wörtern, die einen solchen Mißbrauch sehr wenig vermuten lassen.

Monique Wittig
Männer und Frauen sind politische Kategorien und keine natürlichen Tatsachen.

Conrad Hermann
Alles Logische ist immer zugleich ein Syntaktisches.

Gerda Hassler
Wörter wie "öffentliches Eigentum", "Vaterland" und "Bürger" dienen der Verschleierung sozialer Ungleichheit und sind in dieser Eigenschaft Indiz einer korrupten Gesellschaftsform.

Wolfgang Stegmüller
... daß die Wissenschaft auf Täuschung beruhen würde, wenn es das Allgemeine nicht gäbe.

Gunnar Myrdal
Meistens werden Werturteile über die Terminologie eingeschmuggelt. Die geläufige Terminologie ("freie Welt", "freies Asien", "Entwicklungsländer" usw.) ist bereits ideologisch.

Joachim Störig
Wilhelm von Ockham definiert die Logik als die Wissenschaft von den Zeichen. Bloße Zeichen (signa, termini) sind insbesondere auch die von jenen Realisten so hoch bewerteten Allgemeinbegriffe oder Universalien. Nichts Wirkliches entspricht ihnen.

Heinrich Rickert
Es gibt keine Wissenschaft vom Einmaligen und Besonderen.

Ernst Cassirer
Der Glaube an die objektive Wesenheit und an die objektive Kraft des Zeichens, der Glaube an Wort- und Bildzauber, an Namen- und Schriftzauber, bildet ein Grundelement der mythischen Weltansicht.

Leo Weisgerber
Unkraut gibt es nicht in der Natur, sondern erst im Urteil des Menschen.

Werner Heisenberg
Ich möchte da vor allem darauf hinweisen, daß die menschliche Sprache stets gestattet, Sätze oder Begriffe zu bilden, die völlig inhaltsleer sind, obwohl sie in unserer Phantasie ein anschauliches Bild erzeugen.

Alfred Biese
Es führt keine andere Brücke vom Denken zum Sein als die Analogie; und daher ist Denken und Sprechen metaphorisch. Ob wir nun Anschauungen oder Vorstellungen oder Begriffe bilden, wir bleiben immer nur im Bildlichen, im Metaphorischen haften.

Hans Reichenbach
Bösartige Irrtümer, die aus falschen Analogien stammen, sind von alters her die Krankheit der Philosophen gewesen.

Friedrich Nietzsche
Die Erfindung der Gesetze der Zahlen ist auf Grund des schon herrschenden Irrtums gemacht, daß es mehrere gleiche Dinge gebe (aber tatsächlich gibt es nichts Gleiches)....

Friedrich Gottl
Die 'Rechnung' hinterher stimmt; aber der Ansatz vorher ist falsch - ist Willkür, und damit zieht der böseste aller Fehler ein: 'der Fehler im Ansatze'.

Werner Kröber-Riehl
Statt zu fragen, was Verkaufsförderung "ist" und damit fruchtlose Debatten anzuregen, sollte die Frage lauten, "Welche Maßnahmen werden Verkaufsförderung genannt und was liegt der Beurteilung des Wortgebrauchs zugrunde."

Anatol Rapoport
Die Macht und die Grenzen der Symbole, besonders der Worte, müssen systematisch bewußt gemacht werden, wenn wir davor bewahrt werden wollen, durch die Kompliziertheit unserer semantischen Umwelt in vollständige Verwirrung zu geraten.

Bertrand Russell
Die aristotelische Theorie beruth auf dem Begriff des sogenannten Wesens eines Dinges. Die Definition, sagt er, ist die Feststellung der Wesensnatur eines Dinges. Der Wesensbegriff ist aus der nacharistotelischen Philosophie nicht wegzudenken, bis wir zur Neuzeit kommen.

Lars Gustafsson
Wir suchen in der Natur eine Einheit, die nur in der Sprache existiert.

Thomas Hobbes
Denn wahr und falsch sind Attribute der Sprache, nicht von Dingen. Und wo es keine Sprache gibt, da gibt es weder Wahrheit noch Falschheit.

C.K. Ogden / I.A. Richards
Zeichen sind nicht Abbilder der Wirklichkeit.

Benjamin Lee Whorf
Wo immer in menschlichen Angelegenheiten Übereinstimmung oder Einwilligung erreicht wird, gleichgültig, ob dabei Mathematik oder andere spezielle Symbolismen herangezogen werden, da wird die übereinstimmung durch linguistische Prozesse erreicht oder sie wird nicht erreicht.

C.K. Ogden / I.A. Richards
... die Papageiennaturen, die auf Worte ungefähr so reagieren wie auf die ersten Noten einer Melodie, die sie fast automatisch zu Ende führen.

Warren M. Robbins
.... seit längerer Zeit hat eine ständig wachsende Zahl von Wissenschaftlern und Gelehrten erkannt, daß viele unserer soziologischen Probleme in erster Linie auf Grund von unrichtiger Terminologie und unzutreffenden Formulierungen entstehen.

Alois Riehl
Wer es unternimmt aus Begriffen, gleich wissenschaftlichen Bausteinen, den Weltbegriff zu konstruieren, setzt sich der Gefahr aus, von der "Kritik der Begriffe", dieser wissenschaftlichen Baupolizei, gezwungen zu werden, sein ganzes Gebäude wieder abzutragen.

Friedrich Waismann
Schon das gewöhnliche Leben kennt Klagen über die Ungenauigkeit und Vieldeutigkeit der Sprache. Wie sehr steigert sich dies in der Philosophie, wo das Dämmerlicht, in das die meisten Wortbedeutungen getaucht sind, das Vorsichgehen jener Verwechslungen begünstigt, welche die Quelle fast aller unserer philosophischen Beunruhigungen sind.

Meister Eckhart
Ihr sollet wissen, wer sich damit läßt begnügen, was man zu Worte bringen kann - Gott ist ein Wort, Himmelreich ist auch ein Wort -, wer nicht weiter kommen will mit den Kräften der Seele, mit Erkenntnis und mit Liebe, als je zu Worte ward, der soll gerechterweise ein ungläubiger Mensch heißen.

Friedrich Albert Lange
Es gibt nur einzelne Apfelbäume, einzelne Löwen, einzelne Maikäfer usw. und außerdem 'Namen', mit welchen wir die Summe der existierenden Gegenstände zusammenfassen, die durch ihre Ähnlichkeit zusammen gehören. Das Allgemeine ist nichts als der Name.

Werner Heisenberg
Ich hatte mich darüber geärgert, daß die Positivisten so tun, als habe jedes Wort eine ganz bestimmte Bedeutung und als sei es unerlaubt, das Wort in einem anderen Sinne zu verwenden.

Laurent Verycken
Das Bestreben, sich von ungerechtfertigter intellektueller Bevormundung zu befreien, führt notwendig über die Stärkung der eigenen Urteilskraft. Solange ein Denken mit vorfabrizierten Urteilen in Form von Begriffen operiert, kann davon keine Rede sein.

Werner Betz
Was heißt den 'Lebensqualität'? Heißt es bessere Luft, heißt es weniger Steuern, heißt es niedrigere Preise oder was sonst?

Conrad Hermann
Die Wortbildung ist die Prägstätte für die Münze des Denkens, durch die dieses den Inhalt der Welt erkauft.

Henri Poincare
Man definiert einem Kinde nicht ein Schaf, man sagt ihm: das ist ein Schaf.

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Irrational ist nicht gleich irrational.